Pressemitteilungen

Die Pressemitteilungen der BÜRGEL Gruppe liefern Ihnen interessante Neuigkeiten für Ihre unternehmerische Praxis.

Datum Titel Drucken  PDF  E-Mail

10.01.2012

Firmeninsolvenzen Gesamtjahr 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Firmeninsolvenzen
Gesamtjahr 2011

6,2 Prozent weniger Firmeninsolvenzen als im Vorjahr

Bürgel prognostiziert weiteren Rückgang 2012 – Ausnahme: Jungunternehmen bedroht

2011 wurden 30.294 Firmen in Deutschland zahlungsunfähig – 1.986 Unternehmen bzw. 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr. „Die Konjunktur hat sich positiv auf eine sinkende Zahl von Firmeninsolvenzen ausgewirkt“, kommentiert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Laut der aktuellen Studie „Firmeninsolvenzen 2011“ der Hamburger bewegten sich die Fallzahlen des vergangenen Jahres auf dem Niveau von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Nur im Jahr 2007 gab es weniger Insolvenzen. Auch für 2012 sieht Bürgel vorerst keine Anzeichen für einen Negativtrend: Die Hamburger rechnen mit bis zu einem Prozent weniger Firmenpleiten als in 2011.

Besorgnis erregt indes die Pleitequote bei Jungunternehmen, die per Definition erst bis zu zwei Jahre am Markt aktiv sind. Im Vergleich zum Vorjahr 2010 klettert deren Anteil um 34,5 Prozent. Die häufigste Ursache, die in diesem Segment zur Insolvenzhäufung führt, liegt darin begründet, dass Unternehmensgründer mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen haben – in der Startphase vor allem mit Kapitalausstattung bzw. Finanzierungsschwierigkeiten, Marktveränderungen und strategischen Fehlentscheidungen. Insgesamt agierten im Jahr 2011 rund ein Viertel aller insolventen Unternehmen (26,6 Prozent bzw. 8.058 Firmen) nicht länger als zwei Jahre am Markt.

Jeder vierte Firmenpleitier (6.786 Fälle) kam im absoluten Vergleich 2011 statistisch aus Nordrhein-Westfalen. Auch Bayern (3.794) und Niedersachsen (3.148) verzeichnen hohe Werte. Relativ, bezogen auf die Firmendichte, gingen 2011 im Bundesdurchschnitt 88 je 10.000 Unternehmen pleite. Weniger erwischte es im Berichtsjahr die südlichen Bundesländer – allen voran Bayern (64 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), gefolgt von Baden-Württemberg (65). Am schlechtesten steht Bremen mit 138 Fällen je 10.000 Unternehmen da. Aber auch in Sachsen-Anhalt (112), Niedersachsen und Berlin (beide 105) sind die Insolvenzquoten stark ausgeprägt.

In 15 der 16 Bundesländer sanken die zahlenmäßigen Firmeninsolvenzen. Die einzige Ausnahme bildet Nordrhein-Westfalen mit einem 3,6-prozentigen Anstieg gegenüber 2010. Den stärksten Rückgang um minus 15,4 Prozent erlebt Sachsen-Anhalt – dicht gefolgt von Baden-Württemberg (minus 13,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 13,8 Prozent).

Während die Bürgel Studie Jungunternehmen als gefährdet einstuft, sinken die Fallzahlen bei Firmen, die länger als 50 Jahre am Markt aktiv sind im Vergleich zum Vorjahr um 35,4 Prozent. Insgesamt halten die „Senior“-Unternehmen lediglich einen Anteil von 2,2 Prozent an der Firmeninsolvenzstatistik. Nach Rechtsform werden am meisten Gewerbebetriebe (Anteil: 44 Prozent) und GmbHs (34,8 Prozent) von einer Firmeninsolvenz erfasst. Bezogen auf Branchenzugehörigkeit mussten im vergangenen Jahr vor allem Dienstleister aufgeben. Betroffen sind in diesem Segment 15.305 Firmen. Dieser Wert entspricht mehr als der Hälfte (50,5 Prozent) aller Insolvenzen im Jahr 2011. Aber auch der Handel (Anteil am Insolvenzgeschehen: 22,1 Prozent) und das Baugewerbe (14,3 Prozent) sind besonders von Firmeninsolvenz betroffene Branchen.

Ursachen für Firmeninsolvenzen sind erstens das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen. „Selbst gesunde Firmen können in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, denn rund 20 Prozent der insolventen Unternehmen sind von Dominoeffekten betroffen“, erläutert Dr. Sellin. Drittens bedroht die nach wie vor restriktive Kreditvergabe der Banken Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und jungen Unternehmen. Viertens sind oftmals innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital verbunden mit Finanzierungsschwierigkeiten für ein erhöhtes Insolvenzrisiko verantwortlich. Auch eine falsche Markteinschätzung oder das Fehlen von Wettbewerbsfähigkeit kann zum Scheitern führen.
29.11.2011

Schuldenbarometer 1.-3. Quartal 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Schuldenbarometer
1.-3. Quartal 2011

1,5 Prozent weniger Privatinsolvenzen – Rückgang bleibt hinter Erwartungen zurück

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland von Januar bis September 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 103.118 Fälle gesunken. „Vor allem wegen der positiven Konjunkturentwicklung und der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen leicht entspannt“, kommentiert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Aber gerade aufgrund dieser positiven Signale haben die Hamburger mit weniger Privatpleiten gerechnet als tatsächlich gemessen, resümiert das aktuelle „Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011“ von Bürgel. Für das Gesamtjahr 2011 geht die Wirtschaftsauskunftei von Fallzahlen unter dem Niveau des Rekordjahres 2010 aus und rechnet mit 137.000 bis 139.000 Privatinsolvenzen bis zum Jahresende.

Besonders auffällig in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind folgende Entwicklungen: Erstens steigen die Insolvenzfallzahlen bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren gegenüber den ersten drei Quartalen 2010 um plus 3,2 Prozent (im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sogar 38,8 Prozent), in der Altersgruppe ab 60 Jahren sogar um plus 8,6 Prozent. Ein detaillierter Blick auf die Geschlechter nach Alter zeigt zweitens, dass bei den 18- bis 25-Jährigen vor allem junge Frauen Probleme mit Überschuldung haben. In diesem Alterssegment steigen die Zahlen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2010 um 5,8 Prozent – bei den Männern im selben Alter um lediglich 0,1 Prozent. Auch bei der Altersgruppe 60-Plus (plus 8,6 Prozent mehr Fälle) gehen drittens zunehmend mehr Privatinsolvenzen aufs Konto von Frauen – mit einem zweistelligen Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Bei den gleichaltrigen Männern rangiert die Zunahme lediglich bei plus 5,2 Prozent. Viertens verbuchen Frauen in den ersten drei Quartalen 2011 gegenüber dem Referenzzeitraum 2010 plus 0,5 Prozent mehr Privatinsolvenzen. Bei den Männern gehen die Fallzahlen hingegen um minus 2,9 Prozent zurück. Allerdings bleibt der Trend, dass in Deutschland mehr Männer (Anteil: 58 Prozent) als Frauen Privatinsolvenz anmelden, auch in den ersten drei Quartalen 2011 bestehen.

Regional betrachtet verteilen sich die bundesweiten Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen vor allem auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (24.091 Fälle), Niedersachsen (13.019) und Bayern (11.566). In der Detailanalyse bezogen auf die Einwohndichte schneiden die nördlichen Bundesländer schlechter ab. Am meisten Fälle meldet Bremen mit 227 Pleiten je 100.000 Einwohner, gefolgt von Hamburg (174), Niedersachsen (164) und Schleswig-Holstein (163). Der Bundesdurchschnitt bewegt sich bei 126 Fällen je 100.000 Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten melden Bayern und Baden-Württemberg – mit 92 bzw. 94 Fällen je 100.000 Einwohner.

Während zwölf Länder gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 rückläufige Fallzahlen messen, verzeichnet Hamburg den stärksten und einzigen zweistelligen Anstieg mit einem Plus von 11,7 Prozent. Aber auch in Nordrhein-Westfalen (plus 5,9 Prozent), Berlin (plus 5,7 Prozent) und Thüringen (plus 2,9 Prozent) spitzt sich die Schuldnersituation zu. Erfolge können hingegen vor allem Sachsen (minus 9,8 Prozent), Baden-Württemberg (minus 8,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 6,3 Prozent) für sich verbuchen.

Hauptursachen für Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Krankheit, gescheiterte Immobilienfinanzierung oder Selbstständigkeit sowie ein zur Einkommenssituation unpassendes Konsumverhalten. Privatüberschuldung betrifft laut Bürgel-Untersuchung vor allem das jüngste Alterssegment als größte Risikogruppe.
16.11.2011

Großunternehmen in Deutschland

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Große Kapitalgesellschaften in Deutschland

Großunternehmen–geringe Anzahl, immens leistungsfähig

Großen Kapitalgesellschaften kommt hier zu Lande trotz der absolut und relativ geringen Verbreitung - nur 0,3 Prozent aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen zählen zu den Großunternehmen - eine immense Bedeutung zu: Sie stellen knapp 45 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und erwirtschaften einen Umsatz von knapp 60 Prozent der Gesamtumsätze in Deutschland.

Von den 9.636 Großen Kapitalgesellschaften in Deutschland hat bei der regionalen Verteilung knapp jede vierte (25,7 Prozent; 2.477 Unternehmen) ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Aber auch in Bayern mit 1.557 Großunternehmen (Anteil: 16,2 Prozent) und 1.454 großen Kapitalgesellschaften in Baden-Württemberg (15,1 Prozent) ist die Großunternehmensdichte im absoluten innerdeutschen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Anders hingegen im Saarland: Mit 90 Großen Kapitalgesellschaften bildet das Bundesland anteilsmäßig (0,9 Prozent) das Schlusslicht. Zu diesen Ergebnissen kommt die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel mit ihrer aktuellen Studie „Große Kapitalgesellschaften in Deutschland“.

Bei den relativen Zahlen – Großunternehmen im Vergleich zu der Gesamtzahl der umsatzsteuerpflichtigen Firmen pro Bundesland – zeigt sich ein differenzierteres Bild: Spitzenreiter mit 50 Großen Kapitalgesellschaften je 10.000 Unternehmen ist Hamburg, gefolgt von Bremen (41 je 10.000), Nordrhein-Westfalen (37) und Hessen (35). Derweil sind Großunternehmen in den östlichen Bundesländern Thüringen mit 16 Großunternehmen je 10.000 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, Brandenburg (17) und Mecklenburg-Vorpommern (18) deutlich seltener vertreten.

Mehr als 35 Prozent der Großen Kapitalgesellschaften in Deutschland gehen dem verarbeitenden Gewerbe nach bzw. sind in der Industrie angesiedelt. In diesem Segment entspricht das 3.397 Großunternehmen. Aber auch unternehmensnahe und persönliche Dienstleistungen mit 3.092 einschlägig tätigen Großen Kapitalgesellschaften sowie 1.348 Konzerne, die Großhandel betreiben, nehmen im Ranking nach Marktsegment einen wichtigen Stellenwert ein.

Für ihre Studie hat sich Bürgel bei der Definition Großer Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches § 267 bedient. Demnach gelten Unternehmen als Große Kapitalgesellschaften, wenn sie mindestens zwei der drei folgenden Kriterien in Absatz 2 erfüllen: erstens 19.250.000 Euro Bilanzsumme nach Abzug eines auf der Aktivseite ausgewiesenen Fehlbetrags (§ 268 Abs. 3). Zweitens 38.500.000 Euro Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag. Drittens 250 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt.
26.10.2011

Finanzkraft von Familienunternehmen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Finanzkraft von Familienunternehmen

Familienunternehmen finanzstärker denn je / Exklusive Studie von Bürgel und Rödl & Partner zu Eigenkapital, Liquidität und Rendite der 500 größten Familienfirmen

  • Starke Liquiditätsreserven sichern Unabhängigkeit auch in der Krise
  • 60 Prozent der Familienunternehmen mit überdurchschnittlicher Rendite
Nürnberg, 27.10.2011: Die deutschen Familienunternehmen verfügen über eine außergewöhnlich große Finanzkraft. Auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise stehen sie finanziell und wirtschaftlich besser da, als der Gesamtdurchschnitt der Unternehmen in Deutschland. Dies zeigt eine exklusive Untersuchung der 500 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen der Wirtschaftsauskunftei Bürgel und der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner.

„Bei den wichtigsten Erfolgskennzahlen Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrendite und Liquiditätskennzahl stehen Familienunternehmen gegenüber der Gesamtwirtschaft und den Unternehmen des Euro Stoxx 50 überdurchschnittlich gut da“, erklärt Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer von Bürgel. Im Betrachtungszeitraum 2007-2010 konnten die 500 umsatzstärksten Familienunternehmen ihre bereits auskömmliche Eigenkapitalquote um ca. 8 Prozentpunkte im Mittel auf 53,7 Prozent steigern. Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 konnten sie ihre Eigenkapitalquote weiter erhöhen

„Die Familienunternehmen strotzen trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise vor Kraft. Durch die Stärke des eigenen operativen Geschäfts können sie konjunkturelle Abschwünge sehr gut abfedern“, betont Wolfgang Kraus, Geschäftsführender Partner der auf die Beratung von Familienunternehmen spezialisierten Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner. „Auf der Basis hoher Liquiditätsreserven können die Unternehmen das strategische Wachstum vorantreiben. Dies ist national wie international der Schlüssel zum überragenden Erfolg der deutschen Familienunternehmen auf dem Weltmarkt“, so Kraus.

Im Vergleich mit den Euro Stoxx 50 Unternehmen erwirtschafteten Familienfirmen in den Jahren 2007 bis 2010 eine überdurchschnittlich hohe Gesamtkapitalrendite. Im Geschäftsjahr 2010 lag diese sogar bei rund 8,3 Prozent (Euro Stoxx 50: 5,9 Prozent). Während der Finanzkrise sank der Wert allerdings unter den Durchschnitt der Gesamtwirtschaft von 5,8 Prozent im Jahr 2009 und 6,6 Prozent im Jahr 2008 (Familienunternehmen: 6,2 Prozent).

Obwohl das Zinsniveau von 2007 bis 2010 jährlich sank, haben sich die meisten der untersuchten Familienunternehmen vor allem über ihr operatives Geschäft refinanziert. Insbesondere im Geschäftsjahr 2010 konnten sie ihre Fremdkapitalquote verringern. „Familienunternehmen haben im Schnitt geringere Schulden als die Unternehmen der Gesamtwirtschaft. Ihre wichtigste Kapitalquelle ist das eigene operative Geschäft. So sind sie unabhängig vom konjunkturellen Umfeld“, kommentiert Dr. Daniel Mitulla, Projektleiter Prozess- und Organisationsberatung von Rödl & Partner.

Zwar hat die Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Spuren hinterlassen. Die Liquiditätskennzahl der umsatzstärksten Familienunternehmen sank 2010 gegenüber dem Vorjahr allerdings nur marginal von 3,9 auf 3,7. „Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sind Familienunternehmen unabhängiger von externen Geldquellen. Diese Stärke haben sie sich auch über die Krise hinweg bewahrt“, erklärt Sellin.

Im Jahr 2010 stieg der Anteil der von externen Finanzierungen besonders unabhängigen familiengeführten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr auf 57,8 Prozent. Dieser Wert lag nur knapp über dem Vorkrisenniveau von 2007 (57,6 Prozent) und ist auf sinkende Fremdkapitalquoten und damit geringe Nettoverbindlichkeiten zurückzuführen.

Mit hohen Liquiditätskennzahlen gegenüber der Gesamtwirtschaft punkten vor allem erfolgreiche Familienunternehmen im Baugewerbe, in der Industrie und im Handel. „Die inhabergeführte Industrie weist bei konstant bereinigtem Forderungsvermögen rund 50 Prozent geringere Nettoverbindlichkeiten auf als die Gesamtwirtschaft“, so Kraus. „Das macht sie in hohem Maße unabhängig von einer Fremdfinanzierung. Unterm Strich verfügen die umsatzstärksten Familienunternehmen in nahezu allen Branchen im Mittel über eine höhere Liquidität als Unternehmen der Gesamtwirtschaft.“

Für die Studie wurden die Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen der 500 umsatzstärksten Familienunternehmen in Deutschland hinsichtlich der finanziellen Erfolgskennzahlen Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrendite und Liquiditätskennzahl ausgewertet. Die Werte haben Bürgel und Rödl & Partner mit einer repräsentativen Stichprobe von 0,5 Millionen Unternehmen aus der Bürgel-Datenbank sowie Unternehmen des Euro Stoxx 50 verglichen.

Die Studie „Finanzkraft von Familienunternehmen“ kann bei Bürgel und Rödl & Partner im Internet kostenfrei heruntergeladen werden.
23.09.2011

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2011 Kreise und kreisfreie Städte

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Schuldenbarometer
1. Halbjahr 2011
Kreise und kreisfreie Städte

Laut der aktuellen Bürgel Studie „Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2011“ geht die Zahl der Privatinsolvenzen um 0,9 Prozent auf 68.818 Fälle zurück.

In der aktuellen Auswertung hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel die Zahlen der Privatinsolvenzen bis auf die Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in den einzelnen Bundesländern analysiert. Erstmals wurden auch die relativen Zahlen der Kreise und kreisfreien Städte (Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner) ermittelt.

Deutlich wird, dass es auch innerhalb der Bundesländer erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Verbraucherinsolvenzen gibt.

Die meisten Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr (in absoluten Zahlen) registrierten demnach Berlin (3.118), Hamburg (2.126) und die Region Hannover (1.616). Die kreisfreie Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz hat mit 10 Fällen die wenigsten Privatinsolvenzen. Greifswald (in Mecklenburg-Vorpommern gelten die Kreise und kreisfreien Städte vor der Kreisgebietsreform vom 4.11.2011) mit 24 und Rhön-Grabfeld (Bayern) mit 25 Privatinsolvenzen folgen mit den bundesweit wenigsten Insolvenzen.

Bezogen auf die Einwohnerzahlen zeigt sich in den Kreisen und kreisfreien Städten ein differenziertes Bild. Bundesweit am wenigsten Privatinsolvenzen meldet im ersten Halbjahr 2011 demnach Schweinfurt (Stadt und Landkreis) mit 21 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Es folgen Starnberg (22) und Ravensburg (28).

Die höchsten Zahlen sind mit 297 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner in der kreisfreien Stadt Pirmasens (Rheinland-Pfalz) zu verzeichnen. Es folgen Delmenhorst (237) und Wilhelmshaven (221).

Den prozentual stärksten Rückgang mit minus 45,7 Prozent registriert Prignitz – gefolgt von Haßberge (minus 45,2 Prozent) und Zweibrücken (minus 44,4 Prozent).

Der deutlichste Anstieg ist mit einem Plus von 118,2 Prozent in Greifswald zu verzeichnen. In Starnberg (plus 93,3 Prozent) und Kusel in Rheinland-Pfalz (plus 71 Prozent) steigen die Fallzahlen ebenfalls stark an.

Die kompletten Ergebnisse der Privatinsolvenzstatistik für die kreis- und kreisfreien Städte finden Sie unter www.buergel.de/presse/studien-analysen/545-schuldenbarometer-1-halbjahr-2011-kreise.html.
14.09.2011

Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Schuldenbarometer
1. Halbjahr 2011

Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 0,9 Prozent

Im ersten Halbjahr 2011 sinkt die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland minimal – um 0,9 Prozent auf 68.818 Fälle. „Aktuell bewegen wir uns bei den Privatinsolvenzen nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres“, skizziert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel, in der aktuellen Bürgel Studie „Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2011“. Eine Trendwende sei trotz sinkender Arbeitslosenzahlen nicht in Sicht.

Gehörten bis dato Niedriglohnempfänger und junge Menschen von 18 bis 25 Jahren zu den Risikogruppen, geraten seit 2011 zunehmend auch ältere Bundesbürger in finanzielle Bedrängnis. Der Anteil der Altersgruppe ab 60 Jahren unter den Schuldnern stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 um 8,9 Prozent. Die Quote der 18-25-Jährigen steigt gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres um 2,5 Prozent, gegenüber dem Referenzzeitraum 2009 sogar um 51,3 Prozent. Entsprechend diesen Entwicklungen geht Bürgel für das laufende Jahr weiterhin von hohen Fallzahlen auf dem Rekordniveau von 2010 aus und rechnet mit 138.000 bis 140.000 Privatinsolvenzen bundesweit.

Die meisten Schuldner leben in Nordrhein-Westfalen (15.996 Fälle), Niedersachsen (8.725) und Bayern (7.594). Bei den relativen Werten je 100.000 Einwohner gestaltet sich besonders die Schuldnersituation im Norden kritisch. Die meisten Pleitiers pro 100.000 Einwohner leben in Bremen (162 Fälle), Hamburg (119), Niedersachsen (110) und Schleswig-Holstein (108). Während der Bundesdurchschnitt bei 84 Fällen je 100.000 Einwohner rangiert, stehen Bayern mit 61 Privatinsolvenzen, Baden-Württemberg (62) und Thüringen (74) im Ländervergleich am besten da.

In vier Bundesländern steigen die Fallzahlen – in Hamburg sogar zweistellig um 15,5 Prozent. Aber auch in Thüringen (plus 7,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 6,6 Prozent) und Berlin (plus 5,5 Prozent) ist die Situation angespannt. Den stärksten Rückgang um minus 8,1 Prozent meldet Sachsen, gefolgt von Baden-Württemberg (minus 7,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 5,1 Prozent).

Privatinsolvenz ist in nahezu allen Altersgruppen vor allem ein männliches Phänomen. 58,2 Prozent aller Privatpleiten im ersten Halbjahr 2011 betreffen Männer. Bei den 36- bis 45-Jährigen beträgt der Männeranteil sogar 61,2 Prozent. Ausnahme: Bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren dominieren die Schuldnerinnen mit einer Quote von 55,3 Prozent – vor allem wegen der Risikogruppe der alleinerziehenden Frauen.

Nach wie vor sind die Hauptursachen für Privatinsolvenz Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung. Außerdem tragen mangelnde Finanzerfahrungen, unpassendes Konsumverhalten und Einkommensrückgang bzw. geringe Rücklagen dazu bei, dass sich Bürger überschulden. Gerade einkommensschwache Haushalte, die von Niedriglöhnen oder Transferleistungen leben, geraten bei steigenden Kosten finanziell schnell enorm unter Druck.
07.09.2011

Privatinsolvenzen von älteren Bundesbürgern

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Privatinsolvenzen von älteren Bundesbürgern deutlich gestiegen

Pleiten stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im 1. Halbjahr 2011 um insgesamt 8,9%.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um Altersarmut in Deutschland und dem Start des „Regierungsdialogs Rente“ hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel aus Hamburg die Entwicklung der Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 60 Jahre und älter ausgewertet.

Die Privatinsolvenzen von deutschen Bürgern, die 60 Jahre und älter sind, steigen deutlich an. Wie Bürgel berichtet, sind die Pleiten im 1. Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 8,9% gestiegen. Im Vergleich zu den männlichen Senioren, deren Anstieg 5,9% beträgt, liegt der Zuwachs bei den weiblichen Senioren bei deutlichen 13,5%. In absoluten Zahlen stiegen die Pleiten der Senioren von 4.752 (1. Hj. 2010) auf 5.173 (1. Hj. 2011).

Der Anteil der Männer ist mit 59,2 Prozent (3.065 Privatinsolvenzen) höher als bei den Frauen (40,8 Prozent, 2.108 Privatinsolvenzen).

Der größte prozentuale Zuwachs betrifft Bremen mit 65,6%, gefolgt vom Saarland mit 36,9%, Sachsen (21,8%) und Nordrhein-Westfalen (20,3%). Gesunkene Privatinsolvenzzahlen in der betrachteten Altersgruppe melden Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 19,4%, Brandenburg (minus 3,5%) und Niedersachsen (minus 2,6%).

Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 60 Jahre und älter (absolut)

Grafik 1



Prozentuale Veränderung der Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 60 Jahre und älter

Grafik 2

03.08.2011

Firmeninsolvenzen 1. Halbjahr 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Firmeninsolvenzen
1. Halbjahr 2011

Firmeninsolvenzen sinken im 1. Halbjahr 2011 um 10,9 Prozent

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland weiterhin rückläufig. Die aktuelle Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel meldet in diesem Untersuchungszeitraum 10,9 Prozent weniger Firmenpleiten als im Referenzhalbjahr 2010. Demnach mussten im ersten Halbjahr 2011 lediglich 15.302 Unternehmen aufgeben. „Die konjunkturelle Lage in Deutschland wirkt sich auch positiv auf die Firmeninsolvenzstatistik aus“, erläutert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Da das konjunkturelle Hoch laut führenden Wirtschaftsinstituten anhalten soll – wenn auch in abgeschwächter Form -, rechnet Bürgel für das Gesamtjahr 2011 mit einer auf bis zu 30.000 Fälle sinkenden Zahl an Firmeninsolvenzen. Das entspricht dem zahlenmäßigen Niveau vor der Finanzkrise. „Würde sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend im aktuellen Jahr weiter fortsetzen, gäbe es bezogen auf die vergangene Dekade nur im Jahr 2007 weniger Firmeninsolvenzen als im Jahr 2011“, ergänzt Sellin.

Einziger Makel: Im zweiten Quartal 2011 mussten 6,1 Prozent mehr Firmen einen Insolvenzantrag stellen als im ersten Quartal des Jahres: Waren es in den ersten drei Monaten lediglich 7.423 Unternehmen, standen im Folgequartal 7.879 Firmen vor dem Aus. Die weitere Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen könnte indes stark von der Schuldenkrise in Europa, die den hiesigen wirtschaftlichen Aufschwung zu dämpfen droht, beeinflusst werden.

Bei den absoluten Zahlen im Ländervergleich verteilen sich die 15.302 Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr am stärksten auf Nordrhein-Westfalen (3.187), Bayern (1.870) und Niedersachsen (1.701). Bei der aussagekräftigeren relativen Betrachtung je 10.000 Firmen müssen in Bayern (32 je 10.000 Unternehmen) und Baden-Württemberg (35) am wenigsten Firmen aufgeben. Während der Bundesdurchschnitt bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt, gestaltet sich die Situation in Bremen mit 91 Fällen je 10.000 Firmen am gravierendsten. Auch in Sachsen-Anhalt (84) und Sachsen (73) ist die Lage angespannt.

Mit einer Ausnahme ist die Zahl der Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr in allen Bundesländern rückläufig: Lediglich Bremen verzeichnet einen Zuwachs von 5,7 Prozent auf 223 Fälle. Den stärksten Rückgang um minus 18,5 Prozent erlebt hingegen Baden-Württemberg. Aber vor allem auch in Bayern und Sachsen-Anhalt (je minus 17,2 Prozent) sowie Berlin (minus 17,1) sinken die Werte zweistellig.

Den Löwenanteil der Firmeninsolvenzen im Untersuchungszeitraum halten Gewerbetriebe und Einzelunternehmen mit 44,5 Prozent, gefolgt von den GmbHs mit einem Anteil von 35,8 Prozent unter den Pleitiers. Bei allen analysierten Rechtsformen sinken die Insolvenzzahlen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 – bei der GmbH & Co. KG sogar um minus 23 Prozent, bei den Gewerbebetrieben und Einzelunternehmen immerhin um minus 2,4 Prozent.

Ein Viertel der Unternehmen (25,7 Prozent), die im ersten Halbjahr 2011 Insolvenz anmelden mussten, war nur bis zu zwei Jahre am Markt aktiv. Diese jüngste Altersgruppe, die statistisch oft unter Eigenkapitalmangel leidet, verzeichnet jedoch gegenüber dem 1. Halbjahr 2010 eine minimale Verbesserung um minus 1,5 Prozent. „Viele der insolventen Unternehmen wurden vor zwei Jahren zu Hochzeiten der Finanzkrise gegründet. Die Folgen des schwierigen Startzeitpunkts werden jetzt erkennbar“, kommentiert Bürgel Geschäftsführer Sellin.

Indes beträgt der Anteil jener Unternehmen an der Insolvenzstatistik, die länger als 50 Jahre am Markt aktiv sind, lediglich 2,5 Prozent. Zudem gehen die Unternehmensinsolvenzen in dieser Gruppe um 19,7 Prozent zurück. Ähnlich gute Rückgänge um 19,8 Prozent verzeichnet die Gruppe der mehr als 20 Jahre am Markt Aktiven.

Die Ursachen für Unternehmenspleiten sind vielfältig: Einflüsse haben erstens das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen. Drittens bedroht die nach wie vor restriktive Kreditvergabe der Banken Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und Jungunternehmen. Viertens sind oft innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital für ein erhöhtes Insolvenzrisiko verantwortlich. Aber auch in Phasen guter Konjunktur gilt: Während einer positiven Wirtschaftslage sind Unternehmen nicht vor innerbetrieblichen Fehlern und einer daraus resultierenden Zahlungsunfähigkeit gefeit.
21.07.2011

Insolvenzen im Mai 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Unterschiedliche Entwicklungen bei den Privat- und Firmeninsolvenzen im Mai 2011

Im Mai 2011 wurden nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel 11.738 Privatinsolvenzen gemeldet. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Mai 2010. Damit liegt die Zahl der Verbraucherinsolvenzen dieses Jahr erstmals über dem Niveau des Vorjahres.
In absoluten Zahlen verteilen sich die Privatinsolvenzen am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen (2.330) Niedersachsen (1.523) und Bayern (1.427). Bezogen auf die Einwohnerzahl (Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner) führt Bremen mit 399 Verbraucherinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner. Ebenfalls schlecht stehen Hamburg (198), das Saarland (196) und Niedersachsen (192) da. Am wenigsten Privatinsolvenzen wurden im Mai 2011 in Baden-Württemberg mit 111 Insolvenzen je 1 Mio. Einwohner registriert. Positiv sind die Werte ebenfalls in Bayern (114) und Thüringen (115).
Am deutlichsten angestiegen sind die Privatinsolvenzen im Berichtsmonat in Bremen (plus 26,9 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (plus 23,2 Prozent). Einen zweistelligen Anstieg verzeichnen die Bundesländer Bayern (plus 16,5 Prozent), Hamburg (16,2 Prozent), Hessen (12,6) und Rheinland-Pfalz (11,2 Prozent). Mit einem Minus von 17 Prozent liefert Thüringen das beste Ergebnis bei den Privatinsolvenzen. Zudem sind die Verbraucherinsolvenzen in Nordrhein-Westfahlen mit minus 15,8 Prozent stark rückläufig.
Der erstmalige Anstieg in diesem Jahr belegt, dass die Privatinsolvenzen unabhängig von der konjunkturellen Erholung betrachtet werden müssen. Hauptursache der Verbraucherinsolvenzen bleibt die Arbeitslosigkeit. Vor dem Hintergrund sinkender Realeinkommen sind zudem besonders Niedriglohnempfänger von Privatinsolvenzen betroffen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung erwartet Bürgel im laufenden Jahr zwischen 137.000 und 140.000 Privatinsolvenzen.
Die Zahl der Firmeninsolvenzen lag im Mai 2011 mit 2.498 Fällen um 7,2 Prozent niedriger als im Mai 2010. Anders als bei den Privatinsolvenzen drückt sich der Konjunkturaufschwung auch durch sinkende Zahlen bei den Unternehmensinsolvenzen aus.
Absolut gesehen stehen im Mai 2011 die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen mit 442 Firmenpleiten, Niedersachsen (323) und Bayern (321) an der Spitze der Insolvenzstatistik.
Relativ gesehen (bezogen auf die Umsatzsteuerstatistik) gab es im Mai 2011 die meisten Firmeninsolvenzen in Sachsen-Anhalt (139 je 100.000 Unternehmen), Bremen (136) und Niedersachsen (119).
Prozentual schwanken die Firmeninsolvenzen zwischen einem Rückgang von 38,5 Prozent im Saarland und einem Zuwachs von 46,8 Prozent in Niedersachen. Mit einem Plus von 32,4 Prozent steigen die Firmeninsolvenzen in Hessen ebenfalls stark an. Deutlich weniger Firmenpleiten gab es in Berlin (minus 33,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 30,8 Prozent).
Aufgrund der derzeitigen positiven konjunkturellen Lage geht Bürgel von einem weiteren Rückgang bei den Firmeninsolvenzen aus und rechnet im laufenden Jahr mit bis zu 31.000 Unternehmensinsolvenzen. Allerdings könne die Schuldenkrise in Europa und in den USA den Optimismus für die deutsche Wirtschaft dämpfen.

Die vollständige Insolvenzstatistik für den Mai 2011 finden Sie hier:
Firmeninsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html

Privatinsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/privatpersonen.html
06.06.2011

Schuldenbarometer 1. Quartal 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Schuldenbarometer
1. Quartal 2011

Rückgang um 2 Prozent bei den Privatinsolvenzen im 1. Quartal 2011

Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt im ersten Quartal 2011 leicht um 2 Prozent – auf 34.022 Fälle gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Die Werte stabilisieren sich auf hohem Niveau“, resümiert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Allerdings muss man laut der aktuellen Bürgel Studie „Schuldenbarometer 1. Quartal 2011“ die Zahl der Privatpleiten unabhängig vom konjunkturellen Aufschwung betrachten. Im Hinblick auf die Kreditsituation der Verbraucher, Arbeitslosenquote sowie einer steigenden Anzahl an Beschäftigten in Niedriglohnbereichen erwartet Bürgel im laufenden Jahr zwischen 135.000 und 140.000 Privatinsolvenzen.

Bei der regionalen Verteilung konzentrieren sich die Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2011 insbesondere auf Nordrhein-Westfalen mit 7.639 Fällen, Niedersachsen (4.420), Bayern (3.751) und Baden-Württemberg (3.443). Bei den relativen Werten, bezogen auf die Einwohnerzahlen, zeigt sich im Wesentlichen ein Nord-Südgefälle: Bayern verzeichnet mit 30 Fällen je 100.000 Einwohner im Untersuchungszeitraum am wenigsten Privatinsolvenzen, gefolgt von Baden-Württemberg (32) und Thüringen (35). Während der Bundesdurchschnitt bei 42 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern rangiert, meldet Schlusslicht Bremen weit abgeschlagen mehr als doppelt so viele Fälle (87). Ebenfalls hohe Werte weisen Hamburg mit 58 Insolvenzen je 100.000 Einwohner, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (je 56) sowie das Saarland (53) auf.

Hamburg muss im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahres den bundesweit stärksten Zuwachs an Privatpleiten (plus 12,6 Prozent) verkraften. Aber auch in Thüringen (plus 8 Prozent), Bremen (plus 5,1 Prozent) und in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (je plus 3,3 Prozent) stiegen die Werte. Den stärksten Rückgang kann hingegen Hessen mit 7 Prozent weniger Fällen für sich verbuchen, gefolgt von Bayern (minus 6,9 Prozent) und Baden-Württemberg (minus 6,8 Prozent).

Immer stärker von Überschuldung betroffen sind erstens die 18- bis 25-Jährigen, obwohl sie an der altersmäßigen Insolvenzstatistik den geringsten Anteil von 6,5 Prozent halten. Zwar zeichnet sich bei den Fallzahlen dieser jungen Erwachsenen im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Rückgang um 1,7 Prozent ab. Aber im Vergleich zum Referenzquartal 2009 rutschen 66 Prozent mehr dieser jungen Bürger in die Schuldenfalle. Zweitens treffen Privatpleiten neuerdings immer mehr Menschen ab 60 Jahren. Laut Bürgel Untersuchung steigt der Anteil dieser Altersgruppe an der Insolvenzstatistik erstmalig seit fünf Jahren wieder an - um 6,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010. Den größten Anteil an der Statistik nach Altersgruppen stellt die Gruppe der 46- bis 60-Jährigen mit 32,1 Prozent. Die 36- bis 45-Jährigen haben einen Anteil von 30,1 Prozent. Die Quote bei den 26- bis 35-Jährigen rangiert bei 23,8 Prozent und die bei den Über-60-Jährigen bei 7,5 Prozent.

58,3 Prozent aller Privatinsolvenzen verschulden Männer. Dieser Trend zieht sich durch alle Altersgruppen: Bei den 36- bis 45-Jährigen sind es sogar 61,6 Prozent. Nur beim jüngsten Segment der 18- bis 25-Jährigen dominieren die Frauen – mit einem Anteil von 55,1 Prozent und allein erziehenden Frauen als größter Risikogruppe. Der „weibliche“ Anteil in diesem Alterssegment ist im Vergleich der ersten Quartale 2011 und 2010 gestiegen: Im vergangenen Jahr betrug die Quote niedrigere 52,8 Prozent.

Nach wie vor sind die Hauptursachen für Privatinsolvenz Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung. Außerdem leisten mangelnde Erfahrungen im Umgang mit Finanzen und Banken, unpassendes Konsumverhalten und Einkommensrückgang einen essenziellen Beitrag dazu, dass derzeit so viele Bürger von Überschuldung betroffen sind. Gerade einkommensschwache Haushalte, die von Niedriglöhnen oder Transferleistungen leben, haben bei steigender Inflation kein Einsparpotential.
29.05.2011

Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2011

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

8,7 Prozent weniger Firmeninsolvenzen

Bürgel erwartet Vorkrisenniveau für Gesamtjahr

Die deutsche Wirtschaft verzeichnet auch im ersten Quartal 2011 sinkende Zahlen bei den Firmeninsolvenzen auf insgesamt 7.424 Fälle. Gegenüber dem Referenzquartal 2010 meldeten 8,7 Prozent weniger Unternehmen ihre Zahlungsunfähigkeit an. Entsprechend rechnet die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel für 2011 mit bis zu 30.000 Firmenpleiten – ein Niveau, das dem vor der Finanzkrise entspricht.

„Die Wirtschaft in Deutschland hat sich in den letzten Monaten kontinuierlich nach oben entwickelt“, sagt Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Das bewiesen die positiven Werte sowohl bei den sinkenden Firmeninsolvenzzahlen, als auch bei der Inlandsnachfrage. „Vor allem die deutlich steigenden deutschen Exporte mit plus vier Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010 stimmen die hiesige Wirtschaft positiv“, skizziert Sellin.
Ein großes ökonomisches Risiko birgt die mögliche Zahlungsunfähigkeit europäischer Staaten und die Auswirkung auf den Euro. Weiterhin könnten die anziehenden Rohstoffpreise den Wirtschaftsmotor zum Stottern bringen.

Die Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2011 verteilen sich am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit 1.527 Pleiten, Bayern (911) und Niedersachsen (821). Relativ betrachtet schwanken die Quoten jedoch deutlich: Bayern mit 16 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen und Baden-Württemberg (18) melden die geringsten Werte, gefolgt von Hessen (21 Pleiten) und Rheinland-Pfalz (22). Während der Bundesdurchschnitt bei 23 Fällen je 10.000 Unternehmen rangiert, schneidet Bremen mit 50 Insolvenzen am schlechtesten ab. Ebenfalls hohe Werte verzeichnen Sachsen-Anhalt (42) und Sachsen (34).

Dennoch sind die Fallzahlen in 13 Bundesländern rückläufig. Am besten schlägt sich im ersten Quartal Sachsen-Anhalt mit einem Rückgang um 17,1 Prozent. Ebenfalls deutlich weniger Insolvenzen melden Hessen (minus 16,4 Prozent), Berlin (minus 16,0 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 14,5 Prozent). Einzig das Saarland mit einem deutlichen Plus von 31,9 Prozent, Brandenburg (plus 2,1 Prozent) und Bremen mit einer leichten Zunahme um 0,9 Prozent müssen bei den Firmenpleiten einen Zuwachs verkraften.
Den größten Anteil an Firmeninsolvenzen von 45,8 Prozent im Untersuchungszeitraum verursachen bundesweit 3.400 Gewerbetreibende und Einzelunternehmen. Ebenfalls schlecht schneiden hier die GmbHs mit einem Anteil von 36,3 Prozent ab. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 sind die Insolvenzzahlen allerdings bei allen Rechtsformen rückläufig – allen voran die GmbH & Co. KG mit minus 20,9 Prozent.

Den größten Anteil an Firmeninsolvenzen von 45,8 Prozent im Untersuchungszeitraum verursachen bundesweit 3.400 Gewerbetreibende und Einzelunternehmen. Ebenfalls schlecht schneiden hier die GmbHs mit einem Anteil von 36,3 Prozent ab. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 sind die Insolvenzzahlen allerdings bei allen Rechtsformen rückläufig – allen voran die GmbH & Co. KG mit minus 20,9 Prozent.

Nach Unternehmensalter war ein Viertel (25,3 Prozent) der Firmenpleitiers im ersten Quartal 2011 nicht länger als zwei Jahre am Markt tätig. Das hängt damit zusammen, dass es gerade Jungenunternehmen oft an Eigenkapital fehlt, um Krisen zu überstehen. Zudem gestaltet sich der Zugang zum Kapitalmarkt für sie schwieriger und kostenintensiver. Allerdings sinkt der Anteil bei den Jungunternehmen gegenüber dem Referenzquartal 2010 um 11,3 Prozent.

Mit 24,5 Prozent entfällt der zweithöchste Anteil aller Insolvenzen auf Unternehmen, die zwischen 11 und 20 Jahre am Markt aktiv sind. Am wenigsten gefährdet sind hingegen Firmen, die bereits mehr als 50 Jahre bestehen. Deren Anteil bei den Pleitiers nach Alter beträgt lediglich 2,7 Prozent.

Die Ursachen für Firmeninsolvenzen sind vielfältig: Einflüsse haben erstens das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz ziehen. Drittens bedroht die nach wie vor restriktive Kreditvergabe der Banken Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und Jungunternehmen. Viertens sind oft innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital für ein erhöhtes Insolvenzrisiko verantwortlich.
26.05.2011

Firmen- und Privatinsolvenzen im März 2011 rückläufig

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail


Der positive Trend sinkender Insolvenzzahlen aus den ersten beiden Monaten 2011 setzt sich auch im März fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Privatinsolvenzen um 12,9 Prozent zurück (März 2010: 14.026; 2011: 12.222) – bei den Firmeninsolvenzen wurde sogar ein Rückgang um 21,5 Prozent registriert (2010: 3.398; 2011: 2.666).
Absolut gesehen verteilen sich die Privatinsolvenzen am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (2.528), Niedersachsen (1.670) und Bayern (1.367). Bezogen auf die Einwohnerzahl (Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner) zeigt sich ein differenziertes Bild mit höheren Privatinsolvenzzahlen im Norden Deutschlands: Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein führen die Statistik im März 2011 an.
Am schlechtesten steht Bremen mit 287 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner da. Es folgen Hamburg (214), Niedersachsen (211) und Schleswig-Holstein (207). Ebenfalls hoch sind die Werte im Saarland (199). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 149 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohnern.
Positiv sind die Zahlen in Bayern mit 109 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner sowie in Thüringen und Baden-Württemberg (je 124).
Nordrhein-Westfalen verzeichnet zudem mit einem Minus von 27,5 Prozent den stärksten Rückgang bei den privaten Insolvenzen im Vergleich zum März 2010. Deutlich sinkende Zahlen liefern auch die Bundesländer Thüringen (minus 24,2 Prozent) und Berlin (minus 24,0 Prozent).
Am stärksten und einzig angestiegen sind die Privatinsolvenzen im März in Hamburg mit einem Plus von 6,8 Prozent.
Bei den Firmeninsolvenzen stehen absolut gesehen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (496), Bayern (297) und Baden-Württemberg (300) an der Spitze der Insolvenzstatistik.
Relativ gesehen (bezogen auf die Umsatzsteuerstatistik) gab es im März 2011 die meisten Firmeninsolvenzen in Bremen (236 je 100.000 Unternehmen), Sachsen-Anhalt (156) und Sachsen (137). Am besten stehen im Analysezeitraum Bayern (58) und Baden-Württemberg (68) da. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 84 Firmeninsolvenzen je 100.000 Unternehmen.
Den stärksten Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit einem deutlichen Minus von 40,8 Prozent. Ebenfalls stark sinkend sind die Fallzahlen in Thüringen (minus 38,3 Prozent), Berlin (24,9 Prozent) und Hamburg (24,2 Prozent).
Am stärksten angestiegen sind die Insolvenzen im Saarland mit einem Plus von 37,9 Prozent.

Die ausführlichen Ergebnisse der Insolvenzstatistik für den März 2011 finden Sie im Bürgel Insolvenz-Index unter www.buergel.de.

Firmeninsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html

Privatinsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/privatpersonen.html

19.04.2011

Firmen- und Privatinsolvenzen im Februar 2011 im Jahresvergleich rückläufig

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail


Der positive Trend der sinkenden Insolvenzzahlen aus dem Januar 2011 setzt sich auch im Februar fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Privatinsolvenzen um 12,3 Prozent zurück (Februar 2010: 11.804; 2011: 10.350) – bei den Firmeninsolvenzen wurde sogar ein Rückgang um 19,8 Prozent registriert (2010: 2.896; 2011: 2.322).
Absolut gesehen verteilen sich die Privatinsolvenzen am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (2.204), Niedersachsen (1.434) und Bayern (1.249). Bezogen auf die Einwohnerzahl (Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner) zeigt sich ein differenziertes Bild mit höheren Privatinsolvenzzahlen im Norden Deutschlands – die Ausnahme bilden Sachsen-Anhalt und das Saarland. Hier sind die privaten Insolvenzen ebenfalls höher als im Bundesdurchschnitt.
Am schlechtesten steht Bremen mit 255 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner da. Es folgen die nördlichen Bundesländern Niedersachsen (181), Schleswig-Holstein (180) und Hamburg (169). Ebenfalls hoch sind die Privatinsolvenzen in Sachsen-Anhalt (158) und im Saarland (152).
Positiv sind die Zahlen in Thüringen mit 88 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner sowie in Bayern und Baden-Württemberg (je 100).
Thüringen verzeichnet zudem mit einem Minus von 28,8 Prozent den stärksten Rückgang bei den privaten Insolvenzen im Vergleich zum Februar 2010. Deutlich sinkende Zahlen liefern auch die Bundesländer Berlin (minus 23,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 20,8 Prozent).
Am stärksten gestiegen sind die Privatinsolvenzen im Februar in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz (jeweils plus 8,7 Prozent).
Bei den Firmeninsolvenzen stehen ebenfalls absolut gesehen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (414), Niedersachsen (297) und Bayern (297) an der Spitze der Insolvenzstatistik.
Relativ gesehen (bezogen auf die Umsatzsteuerstatistik) gab es im Februar 2011 die meisten Firmeninsolvenzen in Bremen (144 je 100.000 Unternehmen), Sachsen-Anhalt (140) und Sachsen (112). Am besten stehen im Analysezeitraum Bayern (52) und Baden-Württemberg (59) da.
Den stärksten Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen verzeichnet Berlin mit einem deutlichen Minus von 44,1 Prozent. Ebenfalls stark sinkend sind die Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen (minus 38,8 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (26,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (25,6 Prozent).
Am stärksten angestiegen sind die Insolvenzen in Niedersachsen mit einem Plus von 14,2 Prozent.
Die positiven Konjunkturzahlen zeigen sich zunehmend auch in der Insolvenzstatistik. Der Vergleich der Februar-Zahlen zum Vorjahresmonat ist bei den Privat- und Firmeninsolvenzen gleichermaßen positiv zu bewerten.
Allerdings zeigt ein Blick auf das Jahr 2011, dass sowohl die Privat- als auch die Firmeninsolvenzen im Februar im Vergleich zum Januar 2011 angestiegen sind. Die privaten Pleiten legen im Vergleich zum Januar 2011 um 4,5 Prozent – die Firmeninsolvenzen sogar um 17,8 Prozent zu.
Die ausführlichen Ergebnisse der Insolvenzstatistik für den Februar 2011 finden Sie in dem Bürgel Insolvenzportal unter www.buergel.de.

Firmeninsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html


Privatinsolvenzen:
http://www.buergel.de/insolvenz-index/privatpersonen.html
29.03.2011

Frauen in Führungspositionen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Jeder fünfte Firmenchef ist eine Frau

Frauen besetzen in Deutschland ein Fünftel aller Führungspositionen (20,3 Prozent). Während Berlin mit einer Quote von 23,3 Prozent mit den meisten weiblichen Chefs aufwartet, weisen auch das Saarland (22 Prozent), Brandenburg (21,5), Sachsen (21,2) und Bayern (21,1) einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil bei den Entscheidern auf. Am geringsten fällt die Quote mit 17,7 Prozent in Bremen aus – gefolgt von Baden-Württemberg (18,4) und Schleswig-Holstein (18,7).

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Auswertung „Frauen in Führungspositionen“, für die die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel mehr als eine Million Unternehmen in Deutschland analysiert hat.

Ein deutlicher Trend zu Entscheiderinnen zeichnet sich in den jüngeren Altersklassen ab. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist sogar fast jeder dritte „Chef“ eine Chefin. Das entspricht einem Frauenanteil von 30,4 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen Entscheidern ist jeder vierte Boss weiblich: 25,6 Prozent bei den 25- bis 29-Jährigen und 25 Prozent bei den 30- bis 34-Jährigen. Den geringste Frauenanteil mit 17,6 Prozent verzeichnen die 70- bis 74- Jährigen (17,6 Prozent).

Derweil sinkt die Quote von Frauen in Führungspositionen, je größer die Firmen sind. Bei Unternehmen mit zu neun Mitarbeitern rangiert die Quote bei 22,1 Prozent. Bei zunehmender Firmengröße sinkt der prozentuale Frauenanteil in Unternehmen, mit 10 bis 50 Mitarbeitern beispielsweise auf 13,2 Prozent. In Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern beträgt der Anteil der weiblichen Führungskräfte sogar nur noch 8,3 Prozent.
22.03.2011

Bürgel Wirtschaftsinformationen stellt neues Insolvenzportal vor

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Sinkende Privat-und Firmeninsolvenzzahlen im Januar 2011

Ab sofort bietet die Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL unter http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html ein neues Insolvenzportal an. Der BÜRGEL Insolvenz-Index liefert auf einen Blick monatliche Insolvenzzahlen von Privatpersonen und Firmen in Deutschland.
Das BÜRGEL Insolvenzportal bietet den Nutzern somit einen schnellen und kompakten Überblick über die aktuelle Entwicklung der Insolvenzzahlen in Deutschland und auf Bundeslandebene. Die Zahlen zu den Privat- und Firmeninsolvenzen werden monatlich aktualisiert und können kostenfrei abgerufen werden.
Im Januar 2011 sind sowohl die Privat- als auch die Firmeninsolvenzen in Deutschland rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Privatinsolvenzen um 9,7 Prozent (Januar 2010: 10.971, Januar 2011: 9.903) zurück – bei den Firmeninsolvenzen wurde sogar ein Rückgang von 30,1 Prozent (Januar 2010: 2.819; Januar 2011: 1.970) registriert.

Absolut gesehen verteilen sich die Privatinsolvenzen im Januar 2011 am stärksten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (1.976), Niedersachsen (1.312) und Bayern (1.084).
Bezogen auf die Einwohnerzahl zeigt sich ein differenziertes Bild mit den höchsten Insolvenzwerten im Norden der Republik. Bremen ist mit 331 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner am stärksten von der Privatverschuldung im Januar 2011 betroffen, gefolgt von Hamburg (193 je 1 Mio. Einwohner) und Schleswig-Holstein (168).
Am besten steht im Januar 2011 Thüringen mit 86 Privatinsolvenzen je 1 Mio. Einwohner dar. Ebenfalls positiv sind die Zahlen in Bayern (87) und Baden-Württemberg (97).
Die größten prozentualen Rückgänge bei den Verbraucherinsolvenzen verzeichnet Berlin mit minus 29,2 Prozent, Thüringen (minus 26,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 25 Prozent).
Unterdessen steigen die Privatinsolvenzen in Hamburg im ersten Monat des Jahres mit 21,6 Prozent am stärksten an, gefolgt von Bremen (plus 16,5 Prozent) und dem Saarland (plus 7,6 Prozent).
Die Entwicklung bei den Firmeninsolvenzen sieht im Januar 2011 mit einem bundesweiten Rückgang von 30,1 Prozent noch positiver aus. Absolut verteilen sich die meisten Insolvenzen auf Nordrhein-Westfalen (397), Bayern (248) und Niedersachsen (230). Relativ gesehen (bezogen auf die Umsatzsteuerstatistik) gibt es mit 123 Firmeninsolvenzen je 100.000 Unternehmen die meisten Insolvenzen in Sachsen-Anhalt, gefolgt von Bremen (118) und Mecklenburg-Vorpommern (115).
Die wenigsten Firmeninsolvenzen wurden im Januar 2011 in Schleswig-Holstein (41 Insolvenzen je 100.000 Unternehmen) und Thüringen (42) registriert.
Mit Abstand den stärksten prozentualen Rückgang verzeichnet Schleswig-Holstein mit minus 62,8 Prozent weniger Firmeninsolvenzen. Auch Thüringen (minus 59,5 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 44,8 Prozent) verzeichnen deutlich weniger Firmenpleiten als im Januar 2010.
Entgegengesetzt ist die Entwicklung im Saarland mit einem deutlichen Anstieg von 52,6 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern (plus 10,5 Prozent).
Grundsätzlich ist die Entwicklung der Privat-und Firmeninsolvenzen im Januar 2011 sehr positiv zu bewerten.
Die kompletten Ergebnisse der Insolvenzzahlen für den Januar 2011 finden Sie grafisch und tabellarisch aufbereitet unter http://www.buergel.de/insolvenz-index/firmen.html.
22.02.2011

Schuldenbarometer 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Privatinsolvenzen 2010 auf Rekordniveau

2010 erreicht die Zahl der Privatinsolvenzen einen neuen Höhepunkt. Mit 139.110 Fällen in Deutschland (plus 6,4 Prozent bzw. 8.412 Fälle mehr gegenüber 2009) überflügelt die Pleitestatistik sogar das bisherige Rekordjahr 2007. Betroffen sind vor allem jüngere Bundesbürger. Zwar liegt die statistische Schuldensumme bei den jungen Erwachsenen unter dem Bundesdurchschnitt, dafür ist jedoch die Zahl der Gläubiger höher als beim durchschnittlichen Pleitier. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Schuldenbarometer 2010 der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Demnach bringen es die 18- bis 25-Jährigen im Vergleich zu 2009 auf das höchste Pleiteplus aller Altersgruppen von 27 Prozent. Die durchschnittliche Schuldenhöhe betrug 2010 bei Bundesbürgern in der Privatinsolvenz knapp 33.000 Euro. Aber weiterhin sind die Aussichten für 2011 getrübt: „Zu erwarten sind Fallzahlen auf einem ebenso hohen Niveau wie in 2010“, resümiert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Absolut gesehen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 30.228 Fällen am meisten von Privatpleiten belastet. Bezogen auf die Einwohnerzahl zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild mit einem ausgeprägten Nord-Süd-Gefälle. Hier führt Bremen mit 307 Fällen je 100.000 Einwohnern im Insolvenz-Ranking, gefolgt von Niedersachsen (230), Schleswig-Holstein (225) und dem Saarland (212). Am besten stehen indes die südlichen Bundesländer da: Bayern mit 125 Privatpleiten je 100.000 Einwohnern, Baden-Württemberg (136) und Thüringen (137) verzeichnen hier die geringsten Werte.

Auch bei den prozentualen Veränderungen gegenüber 2009 sind deutliche regionale Unterschiede zu erkennen. Lediglich 3 der 16 Bundesländer weisen hier einen Rückgang auf: Brandenburg mit 4,4 Prozent weniger Fällen, gefolgt von Sachsen-Anhalt (minus 1,2 Prozent) und dem Saarland (minus 0,9 Prozent). Einen zweistelligen Anstieg müssen hingegen Thüringen (22,2 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 12,3 Prozent) und Berlin (plus 11,2 Prozent) verkraften.

Die stärksten prozentualen Rückgänge auf Städte-und Kreisebene gab es in Weißenburg-Gunzenhausen (minus 34,6 Prozent), Ansbach (minus 33,3 Prozent) und im Nürnberger Land (minus 32,8 Prozent).
Den stärksten Anstieg verzeichnet der Kreis Sömmerda in Thüringen mit 43,4 Prozent mehr Privatinsolvenzen, gefolgt von Bottrop (plus 43,2 Prozent) und dem Kyffhäuserkreis (plus 39 Prozent).

32,1 Prozent der Insolvenzfälle 2010 betreffen die 46- bis 60-Jährigen. Bei den 36- bis 45-Jährigen liegt der Anteil bei 30,9 Prozent. Bei den Best Agern ab 60 Jahren fällt dieser mit 6,9 Prozent wesentlich geringer aus; gegenüber 2009 ist deren Pleitetendenz sogar um 10 Prozent rückläufig. Bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren ist der Pleiteanteil mit 6,4 Prozent an der Insolvenzstatistik indes am geringsten. Neben der zweistelligen Zunahme an Fallzahlen in diesem Segment gegenüber 2009 (plus 27 Prozent) steigt auch die Quote bei den 26- bis 35-Jährigen um plus 10,7 Prozent.

58,8 Prozent aller Privatinsolvenzen sind von Männern verschuldet – ein Trend, der sich nahezu durch alle Altersgruppen zieht. Besonders stark ist das Geschlechter-Ungleichgewicht bei den Über-60-Jährigen mit einem Männeranteil von 61,5 Prozent ausgeprägt. Einzige Ausnahme bilden die 18- bis 25-Jährigen: Hier liegt der Frauenanteil höher (53,9 Prozent). Die stärkste Risikogruppe bei diesen jungen Erwachsenen sind die allein erziehenden Frauen. Sind Familien von Überschuldung betroffen, suchen hingegen eher Männer die Beratungsstellen auf.

Hauptursachen für Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung. Außerdem führen mangelnde Erfahrungen im Umgang mit Finanzen und Banken, unpassendes Konsumverhalten und Einkommensrückgang statistisch oft in die Schuldenfalle.
11.01.2011

Zahl der Firmeninsolvenzen im Jahr 2010 rückläufig

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie

Zahl der Firmeninsolvenzen im Jahr 2010 rückläufig

2010 meldeten 32.280 Unternehmen in Deutschland ihre Zahlungsunfähigkeit. Nach einer aktuellen Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Bürgel sind das 4,4 Prozent oder 1.482 Firmeninsolvenzen weniger als im Vorjahr. „Die derzeit positive Entwicklung hat ihre Ursache vor allem in der verbesserten Binnenkonjunktur, den steigenden Exportraten und der Kreditmarkterholung“, erläutert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Während die Finanzkrise das schwache erste Quartal noch deutlich prägte, gehen jüngste Konjunkturprognosen, etwa des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), für das laufende Jahr von einem Wirtschaftswachstum aus. „Dies wird sich in einem weiteren Rückgang von Firmeninsolvenzen ausdrücken“, skizziert Sellin.

Während sich im absoluten Ländervergleich allein in Nordrhein-Westfalen knapp 20 Prozent (6.548) aller deutschlandweiten Unternehmensinsolvenzen ereigneten, weist Hamburg mit 55 Pleiten je 10.000 Unternehmen den geringsten relativen Wert auf, gefolgt von Bayern (72 je 10.000 Unternehmen) und Baden-Württemberg (75 je 10.000). Dagegen verzeichnet Bremen den Höchstwert mit 142 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Auch in Sachsen-Anhalt (132) und Schleswig-Holstein (120) rangiert die Pleitestatistik weiterhin auf hohem Niveau. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 90 Pleiten pro 10.000 Unternehmen.

Bei den prozentualen Veränderungen gegenüber 2009 sinken die Zahlen in 14 von 16 Bundesländern, vor allem im Saarland mit 14,1 Prozent weniger Firmenpleiten. Gut geschlagen haben sich auch Thüringen (minus 10 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 8,8 Prozent). Einen starken Anstieg um 8 Prozent verzeichnet indes Berlin. In Rheinland-Pfalz nimmt die Zahl der Firmenpleitiers 2010 um 2,2 Prozent zu.

Im Großstadt-Ranking führt Berlin im Untersuchungszeitraum mit insgesamt 1.639 Fällen den Insolvenzreigen bei den absoluten Zahlen an. Nur München verzeichnet einen noch größeren prozentualen Anstieg (plus 10,5 Prozent) gegenüber 2009; in Berlin an zweiter Stelle sind es plus 8,8 Prozent. Am besten schneidet hingegen Hamburg mit 8,3 Prozent weniger Firmenpleiten ab. Die stärkste Steigerung auf Kreisebene um 100 Prozent muss der baden-württembergische Landkreis Lindau hinnehmen. Den stärksten Rückgang um minus 52,4 Prozent meldet das bayrische Dillingen an der Donau.

Am meisten unter den Unternehmensinsolvenzen litten im vergangenen Jahr 13.266 Gewerbebetriebe und Einzelunternehmen mit einem Anteil von 41,1 Prozent an der Firmeninsolvenzgemeinde. Stark betroffen sind auch 11.263 GmbHs mit einem Anteil von 34,9 Prozent und einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent.

Auch Unternehmen, die bis zu zwei Jahre am Markt existieren, gehen immer häufiger pleite als ältere: Im Vorjahresvergleich steigt die Statistik 2010 bei diesen Jungfirmen um 7,2 Prozent, während die Zahlen bei allen anderen Altersgruppen sinken. Ursachen sind laut Bürgel restriktivere Kreditvergaben der Banken, geringere Ressourcen und mangelnde Erfahrungen der Marktneulinge. Entsprechend sind 18,6 Prozent der insolventen Unternehmen nicht länger als zwei Jahre am Markt präsent. Derweil haben Firmen, die mehr als 50 Jahre operieren, die besten Überlebenschancen und halten mit 3,2 Prozent den geringsten Anteil an der Insolvenzstatistik.

Ursachen, die dennoch zu einer Firmeninsolvenz führen können, sind erstens das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen. Drittens bedroht die nach wie vor restriktive Kreditvergabe der Banken Firmenexistenzen – vor allem bei kleinen und jungen Unternehmen. Viertens sind oft innerbetriebliche Fehler sowie fehlendes Eigenkapital für ein erhöhtes Insolvenzrisiko verantwortlich.

Bürgel rechnet 2011 mit einer Fortsetzung des positiven Trends und rechnet mit 30.000 bis 31.000 Firmeninsolvenzen in Deutschland. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt: Die Zahlungsunfähigkeit einzelner europäischer Staaten könnte die positive Konjunkturentwicklung treffen.
13.12.2010

BÜRGEL, EOS Deutschland und Euler Hermes bündeln Kompetenzen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Mit DDMonitor startet neue B2B-Wirtschaftsdatenbank

Bürgel Wirtschaftsinformationen, EOS und Euler Hermes launchen den DDMonitor (Deutscher Debitoren Monitor). Mit Auskunftei- und Inkassodaten sowie Informationen über Zahlungserfahrungen zu über 3,8 Millionen Debitoren, entsteht eine der größten deutschen Wirtschaftsdatenbanken für den Einsatz im Geschäftskundenbereich.

Hamburg, Bad Rappenau, 13. Dezember 2010 – Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel , Inkasso-Spezialist EOS und die Kreditversicherung Euler Hermes bieten mit dem DDMonitor ab sofort eine der größten deutschen B2B-Wirtschaftsdatenbanken an. Unternehmen erhalten durch den DDMonitor Auskünfte über Register- und Inkassodaten und erlangen umfangreiche Kenntnisse zu Zahlungserfahrungen. Angeschlossenen Unternehmen wird somit das Monitoring ihres gesamten Debitorenbestandes sowie eine aktuelle und kostengünstige Bewertung des gesamten Debitorenportfolios ermöglicht. „Mit dem DDMonitor können Unternehmer potentielle Risiken im Zahlungsverhalten ihrer Kunden schnell identifizieren und Forderungsausfälle gezielt vermeiden“, erläutert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer bei Bürgel.

Mit der Kooperation vereinen Bürgel und EOS nicht nur die bisherigen Angebote DD-Pool (Bürgel) und CMS-Pool (EOS). Zusätzlich fließen Inkassodaten von Bürgel, Euler Hermes sowie aller angeschlossenen Unternehmen (DDMonitor-Partner) in die Datenbank. Insgesamt stehen Nutzern somit kontinuierlich aktuelle Risikoinformationen zu mehr als 3,8 Millionen Debitoren in Deutschland zur Verfügung. „Gemeinsam bieten Bürgel Wirtschaftsinformationen, Euler Hermes und EOS ein Frühwarnsystem an, das alle relevanten Risikoinformationen bündelt und Unternehmern wertvolle Hinweise darüber liefert, wie sich die Bonität von Kunden entwickelt“, beschreibt Stephan Spieckermann, Geschäftsführer EOS Deutschland B2B den DDMonitor.
Ein strukturiertes Kredit- und Debitorenmanagement kann durch die kontinuierliche Beobachtung der Kunden Forderungsausfälle nachhaltig reduzieren. „Kreditmanagement ist immer auch Beziehungspflege; und nur im engen Dialog zu risikobehafteten Geschäftspartnern werden Zahlungsausfälle frühzeitig verhindert“, so Spieckermann.
07.12.2010

Firmeninsolvenzen 1.-3. Quartal 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Zahl der Firmeninsolvenzen in allen Bundesländern rückläufig

Bürgel prognostiziert bis zu 32.000 Fälle

Die Zahl der insolventen Unternehmen in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 gegenüber dem Referenzzeitraum, erstmals seit der Finanzkrise, um 13,5 Prozent rückläufig. Sie sank auf 24.210 Fälle. In ihrer aktuellen Studie prognostiziert die Hamburger Auskunftei Bürgel Wirtschaftsinformationen bis zu 32.000 Firmeninsolvenzen. „Nach einem Anstieg um 4,5 Prozent nach dem ersten Halbjahr hat sich die Firmenlandschaft im dritten Quartal besser entwickelt als erwartet“, erläutert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Alle 16 Bundesländer melden inzwischen rückläufige Firmeninsolvenzzahlen. Im Gegensatz zur Konsumentenüberschuldung stoppe der konjunkturelle Aufschwung den Abwärtstrend bei den Firmeninsolvenzen. Sellin begründet das mit steigenden Exporten, einer langsam anziehenden Binnenkonjunktur und einer Erholung auf dem Kreditmarkt. Auch für 2011 seien die Aussichten positiv.

Im absoluten Ländervergleich schnitt Nordrhein-Westfalen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 5.201 Pleiten am schlechtesten ab, gefolgt von Bayern (3.151 Fälle) und Baden-Württemberg (2.505). Bezogen auf die Firmendichte in Gesamtdeutschland wurden 68 von je 10.000 Unternehmen zahlungsunfähig. Spitzenreiter im relativen Vergleich ist Bremen mit 108 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen. Auch Sachsen-Anhalt (98 Pleiten je 10.000 Unternehmen) und Schleswig-Holstein (90) verzeichnen erhöhte Werte. Am positivsten gestaltet sich indes die Situation in Hamburg mit 40 Fällen je 10.000 Unternehmen. Auch Bayern (54) und Baden-Württemberg (55) gehören zu den Ländern mit wenigen Unternehmenspleiten.

Bei den prozentualen Veränderungen zeichnet sich in den ersten drei Quartalen 2010 gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahres im Saarland der am stärksten rückläufige Trend um minus 34,3 Prozent ab. Aber auch Thüringen (minus 22,7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (minus 22,1 Prozent) und Hamburg (minus 21,1 Prozent) verbuchen einen Rückgang um mehr als 20 Prozent. Während der Bundesdurchschnitt bei 13,5 Prozent rangiert, meldet Berlin den geringsten Rückgang um minus 5 Prozent.

Bei den Pleiten nach Firmenstruktur fällt auf, dass 41,7 Prozent der Firmeninsolvenzen im Untersuchungszeitraum auf das Konto von Gewerbebetrieben und 36,4 Prozent auf das von GmbHs gehen. Knapp 20 Prozent (4.793) der Unternehmen, die ein Insolvenzverfahren eröffnen mussten, waren nur zwei Jahre am Markt aktiv. Bei älteren Firmen sinkt unterdessen das Insolvenzrisiko – vor allem bei Unternehmen, die mehr als 50 Jahre zählen.

Klassische Ursachen für eine Firmenpleite sind erstens das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen. Drittens ist die restriktive Kreditvergabe der Banken – vor allem bei kleinen und jungen Unternehmen - nach wie vor mitverantwortlich für den Pleitetrend auf weiterhin hohem Niveau.
30.11.2010

Schuldenbarometer 1.-3. Quartal 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Trendwende steht noch aus: Zahl der Privatinsolvenzen steigt um 8 Prozent / Im Rekordjahr 2010 mehr junge Bundesbürger von Privatpleiten betroffen

In den ersten drei Quartalen 2010 haben 104.657 Privatpersonen in Deutschland eine Insolvenz angemeldet. Das sind acht Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwar nimmt die Zahl an Privatpleiten im dritten Quartal 2010 (3.Q. 2010: 35.240; 3. Q. 2009: 35.347) um 0,3 Prozent leicht ab. „Aber trotz dieses minimalen Rückgangs auf hohem Niveau wird 2010 ein Rekordjahr bei den Privatinsolvenzen“, prophezeit Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel in einer aktuellen Studie. Noch sei von keiner Trendwende auszugehen. Aktuell könne man lediglich von einer Stabilisierung auf hohem Niveau sprechen, weil das dritte Quartal 2010 als bisher schwächstes des Jahres abgeschlossen hat. „Die positiven Signale vom Arbeitsmarkt und die konjunkturelle Erholung haben noch keinen Einfluss auf die Anzahl der Privatinsolvenzen“, betont der Bürgel Geschäftsführer. Daher gehen die Hamburger unvermindert von 140.000 Verbraucherinsolvenzen im Gesamtjahr 2010 aus – 3.000 Fälle mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Besonders betroffen sind jüngere Bundesbürger: In den ersten drei Quartalen 2010 überschuldeten sich laut Bürgel Studie 34,5 Prozent mehr der 18- bis 25-Jährigen als im Vergleichszeitraum 2009.

Privatinsolvenz-Spitzenreiter bei den absoluten Zahlen ist im Untersuchungszeitraum das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 22.754 Fällen. Bei den aussagekräftigeren relativen Zahlen schneidet Bremen mit 236 Privatpleiten je 100.000 Einwohnern am schlechtesten ab – vor Niedersachsen (173) und Schleswig-Holstein (172). Positiver sind die Zahlen in Bayern mit 95 Privatpleiten je 100.000 Einwohnern. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 128 Fällen je 100.000 Einwohnern.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt in den ersten drei Quartalen in Thüringen um 26,1 Prozent auf 2.340 Fälle am stärksten an – gefolgt von Nordrhein-Westfalen (plus 15,3 Prozent) und Berlin (plus 13,8 Prozent). Unterdessen ist die Pleitestatistik in Brandenburg (minus 5 Prozent), Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils minus 0,3 Prozent) rückläufig.

Knapp zwei Drittel aller Privatinsolvenzen (58,9 Prozent) im Untersuchungszeitraum haben Männer zu verantworten. Während 154 von jeweils 100.000 Männern zum Insolvenzgericht ziehen, sind es nur 107 von jeweils 100.000 Frauen. Bei der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen tappen indes mehr weibliche Pleitiers in die Schuldenfalle. Der Frauenanteil beträgt hier 54 Prozent. Die am häufigsten von der Privatinsolvenz betroffene Altersgruppe ist die der 46- bis 60-Jährigen mit 32,2 Prozent aller Privatinsolvenzen.

Bei der prozentualen Veränderung der ersten drei Quartale 2010 im Vergleich zum Referenzzeitraum des Vorjahres verzeichnen Männer bei der Pleitestatistik einen 8,3-prozentigen Zuwachs, Frauen legen hier zahlenmäßig um 7,6 Prozent zu. Auch bei der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen klettern die Fallzahlen um 34,5 Prozent.
Die häufigsten Ursachen für eine Privatinsolvenz sind weiterhin Arbeitslosigkeit bzw. gescheiterte Selbstständigkeit, Krankheit, Trennung und Tod des Partners. Aber auch gescheiterte Immobilienfinanzierungen oder ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten (etwa exzessives Online-Shopping, Kreditkartenkäufe, Null-Prozent-Finanzierungen etc.) nebst mangelnden finanziellen Rücklagen können den Weg in die Schuldenfalle verkürzen. Bei den statistisch besonders betroffenen 18- bis 35-Jährigen geraten vor allem junge, alleinerziehende Frauen in die Insolvenz.
21.09.2010

BÜRGEL Statistik: Geschäftsführer-Demografie 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Männer in den 50ern dominieren deutsche Chefetagen/
Berlin: Bundesland der jungen und weiblichen Geschäftsführer

Im Ländervergleich arbeiten die meisten Geschäftsführer in Nordrhein-Westfalen. Das entspricht 236.882 der bundesweit insgesamt analysierten 1.020.302 Führungspersonen. Auf den weiteren Plätzen folgen Bayern (170.103), Baden-Württemberg (129.260) und Niedersachsen (86.488).

Beim Verhältnis zur Einwohnerdichte punktet Hamburg mit den meisten Firmenkapitänen. Jeder 50. Einwohner der Elbmetropole (2,0 Prozent) führt die Geschicke eines Unternehmens. Ebenfalls hohe Werte verzeichnen Berlin (1,6 Prozent), Bayern und Hessen (je 1,4 Prozent). Der Bundesdurchschnitt liegt knapp darunter bei 1,2 Prozent. Den geringsten Geschäftsführer-Anteil an der Bevölkerung halten Thüringen (0,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (0,9 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel mit ihrer aktuellen Statistik „Geschäftsführer-Demografie 2010“.

Demnach werden deutsche Unternehmen von erfahrenen Führungskräften mit einem statistischen Alter von 51,1 Jahren gelenkt. Während das Durchschnittsalter bei den Unternehmenschefinnnen 50,6 Jahre beträgt, sind männliche Firmenkapitäne statistisch 51,3 Jahre alt.

Nicht nur beim Alter greifen regionale Unterschiede: Während Bremen die ältesten Geschäftsführer mit durchschnittlich 53,3 Jahren vorweisen kann, entpuppt sich Berlin als Land der Youngster-Chefs. Hier sind die Fimenbosse statistisch nur 49,6 Jahre alt. Gleichzeitig ist die Hauptstadt auch im Hinblick auf die männlichen Firmenchefs das jüngste Bundesland. Deren Durchschnittsalter rangiert bei 49,8 Jahren. Umgekehrt ist – wie auch beim Geschlechtermix – Bremen das Land mit den ältesten männlichen Geschäftsführern (Durchschnittsalter 53,6 Jahre). Ein anderes Bild zeigt sich bei den Frauen: In Thüringen sind die Firmenchefinnen mit durchschnittlich 48,1 Jahren am jüngsten. Die ältesten weiblichen Firmenkapitäne (statistisch 52,4 Jahre) arbeiten im Saarland.

Unabhängig vom Geschlecht stellt die Gruppe der 45- bis 49-Jährigen das stärkste Geschäftsführersegment mit 183.988 Personen (18 Prozent). Die zweitstärkste Gruppe der 40- bis 44-Jährigen umfasst 15,2 Prozent. Das entspricht 155.366 Geschäftsführern. Junge Leute unter den Fimenbossen sind indes eine Rarität. Die 18- bis 24-Jährigen mit 4.753 Geschäftsführern halten gerade einmal einen Anteil von 0,5 Prozent. Bei den Über-75-Jährigen sind es immerhin noch 2,9 Prozent bzw. 30.032 Personen.

Insgesamt sitzen fast fünfmal mehr Männer (83,2 Prozent) auf deutschen Chefsesseln als Frauen. Während Deutschland 848.866 männliche Firmenchefs vorzuweisen hat, sind es gerade einmal 171.436 Frauen in adäquater Position. Über den geringsten Geschäftsführerinnen-Anteil verfügt Bremen mit 15,2 Prozent, über den höchsten Berlin mit einer Quote von 18,8 Prozent. Während der Anteil an Firmenchefinnen in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen mit 23,1 Prozent am größten ist, nimmt der Frauenanteil in jeder weiteren Altersgruppe bis hin zu den Über-75-Jährigen ab.

Schmankerl am Rande: Bei der Vornamensverteilung der Geschäftsführer in Deutschland rangieren Petra und Michael auf den ersten Plätzen, gefolgt von Sabine und Gabriele bzw. Thomas und Peter.
03.09.2010

BÜRGEL Studie: Privatinsolvenzen steigen im gesamten Bundesgebiet

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Bürgel rechnet im laufenden Jahr mit 140.000 Fällen

Im ersten Halbjahr 2010 bewegt sich die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland mit 69.417 Fällen auf hohem Niveau. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (1. Halbjahr 2009: 61.517) mussten 12,84 Prozent mehr Personen private Insolvenz anmelden. „Die aktuelle Entwicklung droht das bisherige Rekordjahr 2007 mit 137.000 Fällen zu übertreffen“, warnt Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Entsprechend gehen die Hamburger in ihrer Jahresprognose für das Jahr 2010 von 140.000 Privatinsolvenzen aus.

Die meisten Privatinsolvenzen verzeichnet bei den absoluten Zahlen das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 14.999 Fällen. Aussagekräftiger sind indes die relativen Werte, die auch die Einwohnerzahlen berücksichtigen: Demnach schneiden vor allem die nördlichen Bundesländer schlecht ab – allen voran Bremen mit 167 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern. Während der Bundesdurchschnitt bei 85 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern rangiert, gehören Niedersachsen mit 115 Privatpleiten je 100.000 Einwohnern und Schleswig-Holstein (114) mit zu den Verlierern. Indes kamen Bayern (63 je 100.000 Einwohner), Baden-Württemberg und Thüringen (je 68) mit vergleichsweise moderaten Werten davon.

Alle Bundesländer sind von einer Zunahme an Privatinsolvenzen betroffen, sieben davon sogar mit einem zweistelligen Wachstum. Am stärksten stiegen die Fallzahlen in Thüringen (plus 48,98 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 25,97 Prozent) und Berlin (plus 21,65 Prozent). Am schwächsten fiel die Steigerungsrate in Sachsen (plus 2,87 Prozent), Sachsen-Anhalt (plus 3,12 Prozent) und dem Saarland (plus 3,24 Prozent) aus.

58,94 Prozent aller Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2010 betreffen Männer. Dieser „männliche“ Trend zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle Altersgruppen. Nur bei den 18- bis 25-jährigen Bundesbürgern ist der Frauenanteil mit 53,41 Prozent ausgeprägter. Indes weist die Gruppe der 36- bis 45-Jährigen bei den Privatinsolvenzen den geringsten Frauenanteil mit 38,4 Prozent auf.

In der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Insolvenzfälle im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahrs um 47,89 Prozent gestiegen. Auch die 26- bis 35-Jährigen verzeichnen hier ein zweistelliges Plus von 18,47 Prozent. Den einzigen Rückgang konnten die Über-60-Jährigen verbuchen: Hier sanken die Fallzahlen um 3,32 Prozent.

Ursachen einer Privatsolvenz sind in erster Linie Arbeitslosigkeit, Veränderung der familiären Situation (Trennung bzw. Scheidung) sowie unpassendes Konsumverhalten bezogen auf das Einkommen. Daneben können auch Krankheiten, Unfälle, Sucht, aber auch gescheiterte Immobilienfinanzierung bzw. Selbständigkeit sowie dauerhafte Niedrigeinkommen den Weg in die Schuldenfalle weisen. Laut Bürgel betrifft Privatverschuldung insbesondere jüngere, in Gelddingen unerfahrenere Menschen mit in der Regel geringerem Finanzierungsspielraum. Aktuell hält der Trend zu einer Zunahme bei den Privatinsolvenzen an: „In der Gesamtsicht auf das Jahr 2010 sind die Aussichten nach wie vor negativ“, resümiert Sellin.
20.07.2010

BÜRGEL Studie: Firmeninsolvenzen im 1. Halbjahr 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Zahl der Firmenpleiten steigt um 4,5 Prozent

Prognose für das Gesamtjahr fällt moderat aus.

Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunfähig. Damit steigen die Insolvenzfallzahlen um 4,48 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (16.441). Dennoch fällt die Pleitestatistik für das laufende Jahr moderater aus als befürchtet: Die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel geht in ihrer aktuellen Studie für 2010 von einem leichten Anstieg um drei bis vier Prozent aus und prognostiziert bis zu 35.000 Fälle. „Dennoch müssen immer noch mehr Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnen als zum Zeitpunkt der Finanzkrise. Noch ist kein wirtschaftliches Gleichgewicht erreicht“, betont Bürgel-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Spitzenreiter bei den Firmeninsolvenzen auf Länderebene ist im ersten Halbjahr bei den absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen (3.305 Fälle). Auf den folgenden Plätzen rangieren Bayern mit 2.258 Pleiten, Baden-Württemberg (1.863) und Niedersachsen (1.781).

Bringt man die Statistik in Beziehung zur Firmendichte in den jeweiligen Ländern, dann ereigneten sich in Hamburg mit 29 Fällen je 10.000 Firmen am wenigsten Firmeninsolvenzen. Auch in Bayern (38), Baden-Württemberg, dem Saarland und Thüringen (je 40 Fälle) sind die Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Diese Länder liegen unterhalb des Bundesdurchschnitts mit 46 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

Den schlechtesten Wert verzeichnet – weit abgeschlagen – Bremen mit 80 Insolvenzen je 10.000 Firmen. Aber auch in Sachsen-Anhalt (67 Fälle je 10.000 Unternehmen), Schleswig-Holstein (62) und in Berlin (59) zeigen sich erhöhte Werte.

Den stärksten Anstieg bei den Insolvenzzahlen um 25,3 Prozent auf 1.316 Fälle meldet im ersten Halbjahr 2010 Hessen. Aber auch in Bayern (plus 22,66 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 2.258) und Niedersachsen (plus 21,65 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 1.781) ereignen sich zunehmend viele Pleiten. Unterdessen ist die Insolvenzstatistik im Saarland mit minus 29,79 Prozent rückläufig – ebenso in Nordrhein-Westfalen (minus 22,36 Prozent), Thüringen (minus 17,99 Prozent) und Hamburg (minus 8,20 Prozent).

Am stärksten berühren die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 6.977 Gewerbebetriebe. Das entspricht einem Anteil von 41 Prozent an allen im Untersuchungszeitraum gemeldeten Firmeninsolvenzen. 35 Prozent aller Pleiten gehen unterdessen auf das Konto der Rechtsform GmbH. Hier wurden im Untersuchungszeitraum 5.982 Unternehmen zahlungsunfähig. Hinsichtlich des Firmenalters mussten vor allem Unternehmen, die erst bis zu zwei Jahre am Markt agieren, beachtlich Federn lassen – mit einem Anteil von 18 Prozent an der Insolvenzstatistik. Am glimpflichsten kamen indes die Firmen davon, die bereits mehr als 50 Jahre existieren.

Auch wenn die Fallzahlen geringer als erwartet und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstig ausfallen – Stichwort: stark gestiegene Exportleistung (Statistisches Bundesamt) und prognostiziertes Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent (IWF) –, ist die Entwicklung im ersten Halbjahr für die deutsche Wirtschaft nicht zu unterschätzen: Die vier Hauptursachen für das nach wie vor hohe Maß an Firmenpleiten sind erstens das Ausbleiben neuer bzw. die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge. Zweitens sorgen Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz reißen.

Drittens ist die restriktive Kreditvergabe der Banken mitverantwortlich an dem Pleitetrend auf weiterhin hohem Niveau. Viertens haben viele Unternehmen auch innerbetriebliche Fehler begangen: bei der Führung, durch fehlende Kontrollen und die mangelnde strukturelle Anpassung sowie veraltete Technologien.
10.06.2010

125 Jahre BÜRGEL

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

125 Jahre

BÜRGEL feiert 125-jähriges Firmenjubiläum

Gegründet im Juni 1885 in Berlin durch Martin Bürgel, zählt das Unternehmen heute zu den führenden Wirtschaftsauskunfteien Deutschlands und ist europa- sowie weltweit aktiv.

27.05.2010

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Quartal 2010

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Quartal 2010

Die Lage der Konsumenten bleibt angespannt: Privatinsolvenzen steigen deutlich

Steigende Verbraucherinsolvenzzahlen in 15 von 16 Bundesländern: Mit 34.710 Fällen sind die Privatpleiten im ersten Quartal 2010 auf dem Vormarsch. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stiegen sie um knapp 14 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Die Hamburger haben ihre Jahresprognose von 137.000 auf bis zu 140.000 private Offenbarungseide nach oben korrigiert. Träte diese Entwicklung ein, würde sie das Rekordjahr 2007 sogar zahlenmäßig überflügeln. Vor allem junge Bundesbürger sind von Privatinsolvenzen betroffen. Allein in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen klettert die Quote im Untersuchungszeitraum um 72 Prozent.

Im absoluten Vergleich der Bundesländer schneidet Nordrhein-Westfalen mit 7.395 Privatpleiten im ersten Quartal am schlechtesten ab. Dort wird zahlenmäßig jeder fünfte Offenbarungseid (21 Prozent) bundesweit geleistet. Unterdessen ist Bremen im relativen Vergleich (83 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner) Ausreißer nach oben. Hohe Werte attestiert Bürgel aber auch Niedersachsen (58 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner), dem Saarland (55), Schleswig-Holstein (54) und Hamburg (52). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 42 Privatpleiten pro 100.000 Einwohner. Am besten schneiden Bayern und Thüringen ab (je 32 Fälle pro 100.000 Einwohner), gefolgt von Baden-Württemberg (34).

Das stärkste Wachstum bei den Privatpleiten im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahrs verzeichnet Thüringen: plus 46,54 Prozent. Auch Berlin (plus 27,34 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 26,04 Prozent), das Saarland (plus 23,85 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 20,65 Prozent) legen bei den Privatinsolvenzen um mehr als ein Fünftel zu. Einziger Rückgang auf Länderebene: In Schleswig-Holstein sinken die Zahlen um knapp drei Prozent auf 1.525 Fälle.

59 Prozent aller Privatinsolvenzen, 20.497 Fälle, gehen im ersten Quartal auf das Konto von Männern. Nur bei der jüngsten Gruppe der 18- bis 25-Jährigen führt das weibliche Geschlecht mit einem Anteil von knapp 53 Prozent. Den größten Abstand zwischen den Geschlechtern weist die Bürgel- Statistik in der Gruppe der 36- bis 45-Jährigen auf. Hier liegt der Männeranteil bei 62 Prozent.

Bei der jüngeren Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen steigt im Untersuchungszeitraum der Anteil der Privatpleitiers um 72 Prozent auf 2.235 Fälle. Noch dramatischer (plus 84,27 Prozent) fällt hier der Anstieg bei den Männern aus: Deren Zahl wächst auf 1.054 Fälle. Auch die Altersgruppe der 26- bis 36-Jährigen hat im Untersuchungszeitraum mit knapp 22 Prozent mehr Privatinsolvenzen zu kämpfen.

Insgesamt hängt die Ungleichverteilung der Privatschulden vor allem mit einem ungünstigen Verhältnis von Ausgaben zum Einkommen bei den Jüngeren zusammen. Hier steht den Investitionen in Wohnungskauf und Familiengründung sowie teilweise hohen Konsumansprüchen ein vergleichsweise geringer Verdienst gegenüber. Zudem verfügen gerade die jüngeren Bürger über weniger finanzielle Rücklagen, um Zahlungsengpässe auszugleichen. „In Anbetracht der aktuellen Zahlen sind die Aussichten für 2010 negativ“, resümiert Bürgel- Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin.

Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Anzahlen von Geringverdienern und Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau sowie zunehmende Überschuldungen veranlassen Bürgel, ihre Jahresprognose auf bis zu 140.000 Privatinsolvenzen anzuheben.
23.02.2010

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 2009

Neun Prozent mehr Privatpleiten in 2009

2009 meldeten 130.698 Bundesbürger Privatinsolvenz an. Das entspricht einem Anstieg um 8,65 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2008: 120.289). Vor allem jüngere Menschen sind zunehmend von der Pleitewelle betroffen und von Armut bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Erhebung „Schuldenbarometer 2009“ der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Zwar sinkt die Fallzahl an Privatinsolvenzen im Untersuchungszeitraum 2009 zum Jahresende hin: Im vierten Quartal 2009 kam es zu 33.834 Verbraucherinsolvenzen – 4,28 Prozent weniger als noch im Vorquartal (3. Quartal 2008:35.347). Dennoch rechnet Bürgel für 2010 aus vielschichtigen Gründen mit einer negativen Entwicklung bei den Verbraucherinsolvenzen auf mehr als 137.000 Fälle.

Spitzenreiter 2009 bei den absoluten Zahlen ist Nordrhein-Westfalen mit 26.918 Privatpleiten. Knapp 20 Prozent aller Fälle finden in diesem Bundesland statt. Platz zwei hält Niedersachsen mit 17.605 Insolvenzen und Platz drei Bayern mit 14.860 Pleiten.

In Relation zur Einwohnerzahl pro Bundesland führt indes Bremen mit 284 Pleiten pro 100.000 Einwohnern, gefolgt von Niedersachsen (222) und Schleswig-Holstein (219). Im Bundesdurchschnitt nahmen 159 Privatpersonen pro 100.000 Einwohner das Insolvenzgericht in Anspruch. Die wenigsten Privatinsolvenzen melden im Untersuchungszeitraum 2009 Thüringen mit 112 Fällen je 100.000 Einwohner, Bayern (119) und Baden-Württemberg (129).

Gegenüber dem Vorjahr sind die Fallzahlen 2009 nur in drei Bundesländern rückläufig. Hier schneidet Thüringen mit minus 23,1 Prozent (2009: 2.530 Fälle) am besten ab. Die Quoten sinken ebenfalls in Nordrhein-Westfalen mit minus 5,67 Prozent (2009: 26.918) und in Berlin mit minus 4,26 Prozent (2009: 5.365). Unterdessen verzeichnet das Saarland mit einem dicken Plus von 57,78 Prozent mehr Privatinsolvenzen den stärksten Anstieg auf 2.190 Fälle. Auch in Brandenburg (plus 34,71 Prozent; 2009: 5.286 Fälle) und Hamburg (plus 23,13 Prozent; 2009: 3.572 Fälle) kletterten die Fallzahlen.

Insgesamt gehen im vergangenen Jahr 58,59 Prozent aller privaten Pleiten auf das Konto von Männern (Anteil: 76.571 Fälle). Am meisten Privatinsolvenzen verzeichnet die Bürgel -Untersuchung geschlechterunabhängig bei den 36- bis 45-Jährigen (Anteil: 31,9 Prozent; 41.695 Pleiten), dicht gefolgt von den 46- bis 60-Jährigen (Anteil: 31,75 Prozent; 41.499 Fälle). Als problematisch erweist sich die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. Dort ereigneten sich im vergangenen Jahr 7.038 Privatinsolvenzen – 34,49 Prozent mehr Fälle als noch 2008.

Privatpleiten treffen insbesondere jüngere Gruppen, weil deren Investitionen in Wohnungs- und Familiengründungen ein vergleichsweise geringes Einkommen gegenüber steht. Zudem verfügen jüngere Konsumenten statistisch über weniger Vermögen, das in einer Krise über finanzielle Engpässe hinweghelfen könnte. Zu klassischen Ursachen für Verschuldung (Arbeitslosigkeit, Trennung oder Tod des Partners, Erkrankungen oder Scheitern der Selbstständigkeit) gesellen sich, vor allem bei jüngeren Bürgern, gescheiterte Immobilienfinanzierungen und ein nicht zur Einkommenssituation passendes Konsumverhalten. Zudem führen die steigenden Zahlen an Firmeninsolvenzen zu einem wachsenden Risiko, arbeitslos zu werden.

„Vor diesem Hintergrund sind die Aussichten für 2010 weiter negativ“, prognostiziert Bürgel- Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Im aktuellen Jahr seien mehr als 137.000 Privatinsolvenzen möglich. Träte dieser Fall ein, würden die Fallzahlen die Situation von 2007 noch überflügeln. Diesen Trend unterstreicht auch eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach galten bereits 2008 rund 11,5 Millionen Menschen – vor allem junge Erwachsene – als armutsgefährdet.
13.01.2010

BÜRGEL Studie: Firmeninsolvenzen 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

11 Prozent mehr Firmenpleiten in 2009 / Deutlicher Anstieg für 2010 prognostiziert

2009 nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wieder zu: Im laufenden Jahr erklärten 33.762 Firmen ihre Zahlungsunfähigkeit. Das sind 11,08 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich die Prognose der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL, die vor einem Jahr von 34.000 Pleiten für 2009 ausging, bestätigt. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren 340.921 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Laut der aktuellen Studie „Firmeninsolvenzen 2009“ prognostizieren die Hamburger auch für 2010 einen weiteren Anstieg auf 37.000 bis 40.000 Fälle.
Im Untersuchungszeitraum von Januar bis Dezember 2009 ereigneten sich, absolut gesehen, in Nordrhein-Westfalen die meisten Unternehmensinsolvenzen (7.178), gefolgt von Bayern (4.267), Baden-Württemberg (3.619) und Niedersachsen (3.423).

Relativ betrachtet stammen die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen aus Bremen – 146 pro 10.000 Firmen. Auch in Sachsen-Anhalt (130) und Schleswig-Holstein (120) sind die Werte mit am höchsten. Den geringsten Anteil meldet Hamburg mit 58 Fällen, gefolgt von Bayern (72) und Baden-Württemberg (78). Der Bundesdurchschnitt rangiert bei 91 Insolvenzen je 10.000 Firmen.

Bei der Analyse der Top-30-Städte verzeichnet Berlin im Jahr 2009 die meisten Firmenpleiten: 1.507 Fälle. Das entspricht einem Anteil von 4,46 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Die Plätze zwei und drei nehmen Hamburg mit 992 und München mit 559 Fällen ein. Am wenigsten Firmeninsolvenzen ereigneten sich in Kiel (91 Fälle), Chemnitz (176) und Braunschweig (116).

Im Vergleich des Jahres 2009 mit dem Vorjahr war die Zahl an Firmenpleiten in Berlin mit minus 11,35 Prozent am stärksten rückläufig. Mussten dort 2008 noch 1.700 Unternehmen Gläubigerschutz beantragen, waren es im Folgejahr noch 1.507 Firmen. Ebenfalls rückläufig sind die Insolvenzwerte in Nordrhein-Westfalen mit minus 6,44 Prozent (2008: 7.672 Fälle; 2009: 7.178). Am meisten legte der Pleitetrend in Bremen mit plus 32,53 Prozent zu. Mussten 2008 noch 292 Unternehmen aufgeben, wurden im vergangenen Jahr 387 Firmeninsolvenzverfahren eröffnet. Dahinter rangieren Baden-Württemberg mit einer Zunahme um 32,32 Prozent (2008: 2.735 Fälle; 2009: 3.619) und Hessen (plus 29,95 Prozent).

Aus der Unternehmensstruktur sticht hervor, dass 16,55 Prozent der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten zahlungsunfähig wurden, nicht länger als zwei Jahre am Markt aktiv waren.
Laut Bürgel sinkt das Insolvenzrisiko erst wieder bei alteingesessenen Unternehmen, die bereits 50 Jahre oder länger am Markt bestehen. Mit 3,22 Prozent ist deren Anteil an der Insolvenzstatistik 2009 am geringsten.

Die meisten Unternehmen, die von Januar bis Dezember 2009 in ein Insolvenzverfahren verwickelt wurden, sind Gewerbebetriebe mit einem Anteil von 41,42 Prozent (13.924 Fälle), gefolgt von GmbHs (30,72 Prozent; 10.370 Fälle) und den Rechtsformen GmbH & Co. KG bzw. Gesellschaft bürgerlichen Rechts/GbR (9,7 Prozent; 3.131 Fälle).
Hauptursachen für den Anstieg der Insolvenzzahlen sind nach wie vor die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und fehlende Liquidität durch rückläufige Auftragseingänge und restriktive Kreditvergaben.
17.12.2009

BÜRGEL Studie: Zahlungsmoral von Privatpersonen in Deutschland vom 1. bis 3. Quartal 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Zahlen gerichtlicher Maßnahmen gegen Verbraucher steigen wieder an.

Die Zahlen gerichtlicher Maßnahmen zur Eintreibung offener Forderungen gegen Privatpersonen sind von Januar bis September 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres rückläufig. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL in Hamburg gaben im Untersuchungszeitraum 472.344 Bürger eine eidesstattliche Versicherung ab – 25,97 Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen 2008. Ferner verhängten Gerichte mit 339.772 Fällen 11,3 Prozent weniger Haftanforderungen.

Allerdings wurden in fast allen Bundesländern im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 mehr Eintreibungsmaßnahmen offener Forderungen verhängt. So kletterte die Zahl der eidesstattlichen Versicherungen insgesamt um 24,65 Prozent auf 177.911 Fälle. Zudem gab es im Quartalsvergleich 21,6 Prozent mehr Haftanordnungen (3. Quartal: 126.954).

Bei den absoluten Zahlen ist Nordrhein-Westfalen mit 127.816 eidesstattlichen Versicherungen (EV) und 90.912 Haftanordnungen (HA), bezogen auf die ersten drei Quartale, führend im Länder-Ranking.
Relativ gesehen bildet Berlin das Schlusslicht mit 945 eidesstattlichen Versicherungen bzw. 657 Haftanordnungen je 100.000 Einwohner. Davor rangiert Bremen (875 EV bzw. 529 HA je 100.000 Einwohner). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 576 eidesstattlichen Versicherungen und 414 Haftanordnungen je 100.000 Einwohner. Am besten schneiden bei den eidesstattlichen Versicherungen Baden-Württemberg mit 386 und Bayern mit 429 Fällen ab. Bei den Haftanordnungen folgt Sachsen mit 276 Fällen auf den Primus Schleswig-Holstein mit 271 gerichtlichen Verfügungen.

Bundesweit, außer in Hamburg (minus 2,24 Prozent), steigt im dritten Quartal die Zahl der eidesstattlichen Versicherungen im Vergleich zum Vorquartal an. Die stärksten Zuwächse verzeichnet Schleswig Holstein mit 67,81 Prozent (2. Quartal: 3.951, 3. Quartal 6.630). Bei den Haftanordnungen ist unterdessen in Thüringen ein dramatischer Anstieg um 75,77 Prozent (2. Quartal: 1.808, 3. Quartal 3.178) zu beobachten. Zweistellige Zuwächse melden auch Sachsen-Anhalt (58,7 Prozent) und Baden-Württemberg (56,65 Prozent). Allein in Bremen ist die Zahl der Haftanordnungen (3. Quartal: 1.153) mit minus 2,7 Prozent rückläufig.

Häufigster Grund für offene Rechnungen ist neben Arbeitslosigkeit auch der laxe Umgang der Verbraucher mit dem verfügbaren Einkommen. So sind gerichtliche Eintreibungsmaßnahmen oft Vorboten einer drohenden Privatinsolvenz. Mangelhaftes Kredit- und Forderungsmanagement, das zahlungsgefährdete Kunden nicht erkennt, führt daher in Unternehmen häufig zu Forderungsausfällen und Liquiditätsproblemen.
09.12.2009

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 3. Quartal 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 3. Quartal 2009

Trendwende 2009: Zahl der Privatinsolvenzen nimmt wieder zu

Von Januar bis September 2009 meldeten 96.864 Bundesbürger Privatinsolvenz an. Im dritten Quartal wurden 35.347 Privatpersonen zahlungsunfähig, davon allein 11.600 Personen im September (Juli: 12.966; August: 10.781). Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum stieg die Zahl an Privatpleiten um 2,7 Prozent. Gegenüber dem 2. Quartal 2009 kletterte die Insolvenzstatistik um 13,9 Prozent und gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sogar um 15,9 Prozent. Diese Zahlen belegen einen Anstieg an Privatinsolvenzen im Jahr 2009 und damit eine Trendwende.

Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle „Schuldenbarometer 3. Quartal 2009“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg. Demnach hat sich im Hinblick auf die regionale Verteilung von privaten Schuldnern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle ausgebildet. In allen Altersgruppen ist ein Anstieg an Privatinsolvenzen zu verzeichnen. Männer sind davon am häufigsten betroffen.

Trauriger Spitzenreiter bei den Privatinsolvenzen, ausgedrückt in absoluten Zahlen von Januar bis September, ist Nordrhein-Westfalen mit 19.729 Pleiten. Dort spielt sich jede fünfte deutsche Endverbraucherinsolvenz ab. Bundesland Nummer zwei ist Niedersachsen mit 13.074 zahlungsunfähigen Schuldnern, gefolgt von Bayern (11.073) und Baden-Württemberg (10.122).

Im relativen Vergleich zeigt sich indes ein differenzierteres Bild: Demnach nehmen die Bremer mit 217 Pleiten pro 100.000 Einwohnern am häufigsten das Insolvenzgericht in Anspruch. Schleswig-Holstein meldet 166 Fälle je 100.000 Bürger, gefolgt von Niedersachsen (165), Brandenburg (158) und dem Saarland (156). Die wenigsten Verbraucherinsolvenzen ereignen sich in Thüringen mit 82 Fällen je 100.000 Einwohner, Bayern (88) und Baden-Württemberg (94). Der Bundesdurchschnitt rangiert bei 118 Insolvenzen je 100.000 Einwohnern.

Einzig in zwei Bundesländern, dem Saarland mit minus 5,1 Prozent und Sachsen-Anhalt mit minus 2,8 Prozent, ist die Insolvenzstatistik im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 rückläufig. Hamburg verbucht im Quartalsvergleich unterdessen einen geringen Anstieg an Endverbraucherpleiten um 2,7 Prozent.

Auch wenn Thüringen relativ die wenigsten Privatinsolvenzen meldet, ist dort ein dramatischer Anstieg zu beobachten. Dort kletterte die Zahl der Endverbraucherinsolvenzen im dritten Quartal gegenüber dem zweiten um 54,8 Prozent auf 828 Fälle. Brandenburg verzeichnet hier einen Zuwachs um 35 Prozent, der weit über dem Bundesdurchschnitt von 13,9 Prozent rangiert. Dasselbe gilt für Nordrhein-Westfalen mit plus 29,5 und Berlin mit plus 18,85 Prozent.

58,7 Prozent aller Privatinsolvenzen, die von Januar bis September stattgefunden haben, gehen auf das Konto von Männern. Die am meisten von Endverbraucherpleiten betroffenen Altersgruppen sind die 46- bis 60-Jährigen mit 32,1 Prozent Insolvenzen und die 36- bis 45-Jährigen mit knapp 32 Prozent. Indes sind nur 8,1 Prozent aller zahlungsunfähigen Bürger älter als 60 Jahre.

Unter dem Strich verzeichnet die Studie einen Anstieg der Privatinsolvenzen in allen Altersgruppen. Im Vergleich des dritten mit dem zweiten Quartal 2009 nimmt die Zahl an Privatpleiten bei den Über-60-Jährigen mit 17,5 Prozent am stärksten zu. Aber auch jüngere Erwachsene bis 25 Jahren sind mit einem Anstieg der Insolvenzzahlen um 16,5 Prozent stärker gefährdet.

Mit der Zunahme an Verbraucherpleiten von Januar bis September 2009 ist ein mehrjähriger Abwärtstrend gebrochen. BÜRGEL rechnet bis Jahresende mit einer weiter wachsenden Zahl von Privatinsolvenzen auf bis zu 135.000 Fälle. Die Wirtschaftsauskunftei begründet das vor allem mit Erwerbslosigkeit und der aktuellen Kreditklemme. Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Aussichten für 2010 weiter negativ.
02.09.2009

Weiterhin hohe Zahl von Firmeninsolvenzen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

8,4 Prozent mehr Pleiten im Juli

Von Januar bis Juli 2009 meldeten 15.891 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an. Allein im zweiten Quartal umfasst die von Zahlungsunfähigkeit betroffenen Unternehmen 6.745 Firmen. Das entspricht einem minimalen Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Aber: Während der Markt im Mai mit 2.136 und im Juni mit 2.197 Firmenpleiten eine leichte Erholung erlebte, stieg die Zahl an Unternehmensinsolvenzen im Folgemonat stark an. Im Juli beantragten 2.381 Firmen Gläubigerschutz. Das entspricht gegenüber dem Juni einem Anstieg um knapp 8,4 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Firmeninsolvenzen Januar bis Juli 2009“ der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL in Hamburg. Demnach ereigneten sich im Studienzeitraum Januar bis Juli, absolut gesehen, in Nordrhein-Westfalen die meisten Firmenpleiten (3.193), gefolgt von Bayern (1.860) und Baden-Württemberg (1.721).

Relativ betrachtet stammen die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen aus Bremen – 68 pro 10.000 Firmen. Zweites Bundesland in dieser Reihe ist Sachsen-Anhalt mit 63 Pleiten je 10.000 Unternehmen, gefolgt von Schleswig-Holstein (62 je 10.000 Firmen) und dem Saarland (51). Den geringsten Anteil an relativ gemessenen Firmenpleiten unter dem Bundesdurchschnitt – 43 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen – werden aus Bayern (31), Hamburg (32) Thüringen (37) und Baden-Württemberg (37) gemeldet.

Am stärksten vom Pleiteplus im zweiten gegenüber dem ersten Quartal betroffen sind Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von 28,78 Prozent, gefolgt von Brandenburg (plus 16,11 Prozent) und Hamburg (plus 6,91). Unterdessen ging die Zahl der Unternehmen, die Gläubigerschutz beantragten, in Sachsen-Anhalt mit minus 15,89 Prozent am stärksten zurück. Auch in Niedersachsen (minus 11,53 Prozent), Bremen (minus 8,33 Prozent) und Thüringen (minus 8,21 Prozent) ist der Pleitetrend rückläufig.

Zwar lässt sich ein Insolvenzrisiko nicht automatisch vom Unternehmensalter ableiten. Dennoch zeigen die aktuellen Zahlen, dass vor allem jüngere Unternehmen von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind. Von Januar bis Juli stieg der Anteil der Unternehmen, die bis zu zwei Jahre am Markt aktiv waren und dann Gläubigerschutz beantragen mussten, auf 18,47 Prozent – das entspricht 2.935 Insolvenzen.

Von einer Zahlungsunfähigkeit im Untersuchungszeitraum sind vor allem Gewerbebetriebe mit einem Anteil von 40,76 Prozent (6.477 Unternehmen) und GmbHs (39,16 Prozent – 6.223 Unternehmen) betroffen.

Die Ursachen von Firmeninsolvenzen sind komplex. Neben volkswirtschaftlichen Faktoren bestimmen betriebswirtschaftliche Aspekte – gerade für kleine, mittlere und vor allem jüngere Unternehmen – sehr stark das Insolvenzrisiko. Die steigende Arbeitslosigkeit wird den Konsum drücken. Viele Unternehmen leiden unter einer Kreditklemme und Zahlungsausfällen. Es fehlt Liquidität. „Obwohl im zweiten Quartal ein Rückgang an Firmeninsolvenzen von 0,3 Prozent zu beobachten ist, besteht kein Grund zu Optimismus“, warnt BÜRGEL-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Begründung: Unter anderem stieg die Anzahl an eidesstattlichen Versicherungen und Haftanordnungen – Frühindikatoren für eine Unternehmensinsolvenz – im zweiten Quartal dramatisch an: Es wurden 10.782 eidesstattliche Versicherungen erklärt, das sind 21,2 Prozent mehr als im ersten Quartal. Es kam zu 12.043 Haftanordnungen, das entspricht einem Anstieg um 10,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. In der Folge rechnet BÜRGEL für das laufende Gesamtjahr mit einer Zunahme der Firmeninsolvenzen auf bis zu 34.000 Fälle.
29.07.2009

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009

Anstieg bei den Privatinsolvenzen – vor allem jüngere Bundesbürger sind gefährdet

Bei den Privatinsolvenzen, Haftanordnungen und eidesstattlichen Versicherungen zeigen sich nach der Analyse „Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2009“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel große regionale sowie alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Im Vergleich zum 1. Quartal nahm die Überschuldung der Verbraucher im 2. Quartal 2009 um 1,75 Prozent zu.

Insgesamt meldeten 61.517 Bundesbürger im 1. Halbjahr 2009 Verbraucherinsolvenz an, das sind 75 je 100.000 Einwohner. Ein Vergleich der ersten beiden Quartale des Jahres zeigt einen Anstieg der Privatinsolvenzen von 30.491 auf 31.026 (plus 1,75 Prozent). Damit ist ein mehrjähriger Abwärtstrend gebrochen.
Die Zahl der Privatinsolvenzen fällt je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus.
Spitzenreiter im 1. Halbjahr 2009 ist Bremen mit 139 Pleiten auf 100.000 Einwohner. Auch Niedersachsen (109 je 100.000 Einwohner) und Schleswig-Holstein (108 je 100.000 Einwohner) meldeten überdurchschnittlich viele Privatinsolvenzen. Die wenigsten Verbraucherinsolvenzen gab es mit 45 Pleiten je 100.000 Einwohner in Thüringen. Gut stehen die Verbraucher in Bayern mit 58 Fällen (je 100.000 Einwohner) da.
Den stärksten Anstieg der Privatinsolvenzen im Quartalsvergleich verzeichnet das Saarland mit einem plus von 29,5 Prozent (1. Quartal 2009: 457; 2. Quartal 2009: 592). Einen deutlichen Anstieg verzeichnen auch die Bundesländer Sachsen-Anhalt (plus 22,05 Prozent; 1. Quartal: 1.025; 2. Quartal 1.251) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 10,41 Prozent; 1. Quartal 615; 2. Quartal 679).
Den stärksten Rückgang der Privatinsolvenzen im Vergleich zum 1. Quartal des Jahres verzeichnet Hamburg mit minus 6,54 Prozent (1.Quartal 902; 2. Quartal 843), gefolgt von Schleswig-Holstein (minus 5,16 Prozent; 1. Quartal 1.571; 2. Quartal 1.490).
58,5 Prozent (36.008) aller Privatinsolvenzen im 1. Halbjahr 2009 wurden von männlichen Bundesbürgern angemeldet. Der Trend, dass Männer häufiger von der Privatinsolvenz betroffen sind, gilt mit einer Ausnahme für alle Altersgruppen: Bei den unter 25-Jährigen ist der Anteil der Frauen mit 55,3 Prozent (1.636) höher als der Anteil der insolventen Männer (1.325). Am stärksten sind mit 32,48 Prozent (19.982) die Altersgruppe der 46- bis 60- Jährigen sowie die Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen (32,22 Prozent/19.818) von privater Insolvenz betroffen. Nur 8 Prozent der insolventen Bundesbürger ist älter als 60 Jahre.
In der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 25 Jährigen ist bei einem Vergleich der ersten beiden Quartale ein deutlicher Anstieg der Privatinsolvenzen von 28 Prozent (1. Quartal: 1299; 2. Quartal: 1622) zu beobachten. Und nur in der Altersgruppe der 46- bis 60-Jährigen ist der Anteil der Privatinsolvenzen rückläufig (minus 6,9 Prozent).
Frühindikatoren für Verbraucherinsolvenzen sind vor allem die eidesstattliche Versicherung und die Haftanordnung. Im Vergleich der ersten beiden Quartale waren diese im 1. Halbjahr 2009 rückläufig.
So ging die Häufigkeit der eidesstattlichen Versicherungen von 151.704 im ersten Quartal auf 142.729 im zweiten Quartal zurück - ein Rückgang von knapp 8 Prozent. Die meisten eidesstattlichen Versicherungen je 100.000 Einwohner wurden mit 625 in Berlin gemeldet (Bundesdurchschnitt: 358 eidesstattliche Versicherungen je 100.000 Einwohner). Knapp 65 Prozent aller eidesstattlichen Versicherungen gehen auf das Konto von Männern.
Im 1. Halbjahr 2009 ergingen insgesamt 212.818 Haftanordnungen.
Im Vergleich zum 1. Quartal (108.414) ist die Zahl der Haftanordnungen im 2. Quartal um 3,7 Prozent auf 104.404 zurückgegangen. Im Durchschnitt wurden im 1. Halbjahr 2009 in Deutschland 259 Haftanordnungen je 100.000 Einwohner registriert. An der Spitze liegt Berlin mit 436 Haftanordnungen. Knapp 70 Prozent aller Haftanordnungen im 1. Halbjahr 2009 betreffen männliche Bundesbürger.
Der Anstieg der Privatinsolvenzen im 2. Quartal 2009 stützt die Prognose der Wirtschaftsauskunftei Bürgel, dass auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung, steigender Firmeninsolvenzen und Arbeitslosenzahlen, auf Gesamtjahressicht mit einer Zunahme der Privatinsolvenzen auf bis zu 140.000 Fälle gerechnet werden muss. Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund raten die Experten von Bürgel zu konsequenten Bonitätsprüfungen von Kunden, um die eigene Unternehmensliquidität zu sichern.
16.07.2009

BÜRGEL Studie: Geschäftsführer Demografie 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

65.254 Geschäftsführer mehr als 2008

Frauen haben als Geschäftsführerinnen in Berlin bessere Chancen

Rund 987.000 Geschäftsführer arbeiten derzeit in den handelsregisterlich eingetragenen Unternehmen in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr (921.982) ist das ein Anstieg um 7 Prozent. Das ermittelte das Unternehmen Bürgel Wirtschaftsinformationen in der aktuellen Studie Geschäftsführer-Demografie 2009. Danach leiten heute 163.786 Frauen und 823.450 Männer als Geschäftsführer die in Deutschland eingetragenen HR-Unternehmen.
Absolut gesehen arbeiten die meisten Geschäftsführer in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (230.502) und Bayern (161.753). Auf die Einwohnerzahl bezogen nimmt Hamburg die Spitzenposition ein – 1,84 Prozent aller Hamburger bekleiden einen Geschäftsführerposten. Wenig Geschäftsführer arbeiten in Thüringen (0,83 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (0,85 Prozent).
Geschäftsführer deutscher Unternehmen sind im Schnitt 50,9 Jahre alt. Berlin ist mit einem Durchschnitt von 49,5 Jahren das Bundesland mit den jüngsten Geschäftsführern.
Gute Chancen haben weibliche Geschäftsführer in Berlin. Dort beträgt der weibliche Anteil an der Gesamtzahl aller Unternehmensleiter 18,6 Prozent, im Gegensatz zu Bremen mit 14,9 Prozent. Im Durchschnitt sind es bundesweit 16,6 Prozent.
27.05.2009

BÜRGEL Studie: Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2009

Steigende Zahl von Firmenpleiten und unterschiedliche Entwicklungen in Deutschland

Die Finanz- und Wirtschaftskrise bringt deutsche Unternehmen zunehmend unter Druck. Bereits 2008 war die Zahl der Firmeninsolvenzen wieder angestiegen, nach einem rückläufigen Trend seit 2003. Im ersten Quartal 2009 meldeten nach einer Analyse der Wirtschaftsauskunftei Bürgel insgesamt 6.765 Unternehmen Insolvenz an. Im Vergleich zum 4. Quartal des letzten Jahres bedeutet das einen Anstieg um 11,3 Prozent.

Mit 1.335 Firmenpleiten waren in Nordrhein-Westfalen im 1. Quartal 2009 die meisten Unternehmensinsolvenzen zu beobachten, gefolgt von Bayern (794) und Niedersachsen (746). Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Firmen je Bundesland gingen Unternehmen aus Bremen am häufigsten Pleite, nämlich 32 je 10.000 Unternehmen, gefolgt von Sachsen-Anhalt (29) und Schleswig-Holstein (28). Die wenigsten Firmeninsolvenzen wurden aus Hamburg und Bayern mit jeweils 13 Fällen je 10.000 Unternehmen gemeldet. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Studie „Firmeninsolvenzen 1. Quartal 2009“ der Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG Hamburg.
Die stärksten Insolvenz-Zuwächse wurden in Sachsen-Anhalt (+36,7 Prozent), Hessen (+28,6 Prozent) und Baden-Württemberg (+28,6 Prozent) verzeichnet.
17,3 Prozent aller Unternehmen, die im 1. Quartal 2009 in die Insolvenz gegangen sind, waren nicht älter als 2 Jahre. Aber auch mehr als 10 Jahre alte Unternehmen sind nicht vor einer Insolvenz geschützt. So waren 26,6 Prozent der 6.765 insolventen Firmen im 1. Quartal 2009 zwischen 11 und 20 Jahre am Markt.
„Vielen Unternehmen fehlt es momentan schlicht an Kunden, die Auftragsbestände sind abgearbeitet. Weitere Probleme von Unternehmen sind Zahlungsrückstände oder Zahlungsausfälle von Kunden und der Mangel an Eigenkapital. Damit steigt in den nächsten Monaten die Gefahr, dass es Unternehmen an Liquidität mangelt“, sagt Dr. Sellin, Geschäftsführer der Auskunftei Bürgel.
2009 ist nach Einschätzung von Bürgel in Deutschland mit einer Zunahme der Firmeninsolvenzen auf 34.000 Fälle zu rechnen. Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund raten die Experten von Bürgel zu konsequenten Wirtschafts- und Bonitätsprüfungen von Kunden, um die eigene Unternehmensliquidität zu sichern.
13.05.2009

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Quartal 2009

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 1. Quartal 2009

Weiterhin rückläufige Privatinsolvenzen, aber große regionale Unterschiede

Bei den Privatinsolvenzen zeigen sich nach einer Analyse der Wirtschaftsauskunftei Bürgel für das 1. Quartal 2009 große regionale Unterschiede in Deutschland. Trotz des derzeitigen Rückgangs der Überschuldung von Verbrauchern erwartet Bürgel für 2009 und 2010 eine deutliche Zunahme privater Pleiten.

Insgesamt meldeten 30.491 Bundesbürger im 1. Quartal Privatinsolvenz an, das sind 37 Personen je 100.000 Einwohner. Im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres bedeutet das einen Rückgang um 7,5 Prozent. Allerdings fällt die Zahl der Privatinsolvenzen je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus. Verbraucher der nördlichen Bundesländer sind deutlich stärker von Privatinsolvenzen betroffen als Verbraucher aus dem Süden. Spitzenreiter ist Bremen mit 71 Pleiten auf 100.000 Einwohner, im Vergleich zum 4. Quartal 2008 ein Anstieg um 37,32 Prozent. Auf den nächsten Plätzen folgen Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit je 55 Pleiten. Am seltensten nahmen die Thüringer das Insolvenzgericht in Anspruch (21 je 100.000), eine Abnahme um 38,19 Prozent. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Studie „Schuldenbarometer 1. Quartal 2009“ der Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG Hamburg.
Am stärksten sind die Altersgruppen der 46- bis 60-Jährigen (33,92 Prozent/10.344Personen) sowie der 36- bis 45-Jährigen (31,82 Prozent/9.702) von Pleiten betroffen. 58,5 Prozent aller Bundesbürger, die Verbraucherinsolvenz anmelden, sind männlich.
Die Wirtschaftskrise wird mit Verzögerung auch auf die Privatinsolvenzen durchschlagen. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sind Hauptauslöser für die Überschuldung von Privatpersonen. Im ersten Quartal 2009 stieg der Zahlungsverzug der Verbraucher bereits an, Unternehmen müssen länger auf ihr Geld warten.
2009 muss nach Einschätzung von Bürgel in Deutschland mit einer Zunahme der Verbraucherinsolvenzen auf mehr als 140.000 Fälle (plus 17 Prozent) gerechnet werden.
Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund raten die Experten von Bürgel zu konsequenten Bonitätsprüfungen von Kunden, um die eigene Unternehmensliquidität zu sichern.
12.02.2009

BÜRGEL lehnte Auftrag der DB wegen datenschutzrechtlicher Bedenken ab

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL lehnte Auftrag der DB

wegen datenschutzrechtlicher Bedenken ab

Einen Auftrag zur Überprüfung von 800 Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG auf Querverbindungen zu Lieferanten hat Bürgel im Jahr 2006 abgelehnt..

Wie der Vorstand der Deutschen Bahn AG in seinem „Zwischenbericht zur Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit von Maßnahmen der Korruptionsbekämpfung in den Jahren 1998-2007“ am 10.2.2009 gegenüber Verkehrsminister Tiefensee und dem Verkehrsausschuss des Bundestages bestätigte, hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel einen Auftrag der Deutschen Bahn AG auf Grund datenschutzrechtlicher Bedenken abgelehnt. In dem Auftrag ging es um die pauschale Überprüfung von ca. 800 Leitenden Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG und weiterer DB-Gesellschaften auf Querverbindungen zu anderen Unternehmen wie Funktionen als Geschäftsführer oder Prokuristen beziehungsweise Kapitalbeteiligungen. Nach §29 des Bundesdatenschutzgesetzes muss ein berechtigtes Interesse für jeden Einzelfall nachgewiesen werden. Eine pauschale Überprüfung von Mitarbeitern ohne konkreten Verdacht ist datenschutzrechtlich nicht zulässig.
Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG ist mit 60 Büros und über 1000 Mitarbeitern in Deutschland eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen..
11.02.2009

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 2008

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL Studie: Schuldenbarometer 2008

Mehr Privatinsolvenzen prognostiziert

Bei den Privatinsolvenzen zeigen sich nach einer Analyse der Wirtschaftsauskunftei Bürgel für das Jahr 2008 große regionale sowie alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in Deutschland. Trotz des zeitweisen Rückgangs der Überschuldung von Verbrauchern erwartet Bürgel für 2009 eine deutliche Zunahme privater Pleiten.

Insgesamt meldeten im vergangenen Jahr 120.289 Bundesbürger Verbraucherinsolvenz an, das sind 146 je 100.000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 12,2 Prozent. Allerdings fällt die Zahl der Privatinsolvenzen je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus: Spitzenreiter ist Bremen mit 236 Pleiten auf 100.000 Einwohner. Am seltensten nahmen die Saarländer das Insolvenzgericht in Anspruch (93 je 100.000 Einwohner), gefolgt von Baden-Württemberg mit 109 und Bayern mit 111 Verbraucherinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Schuldenbarometer 2008“ der Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG Hamburg.
Am stärksten sind die Altersgruppen der 36- bis 45-Jährigen (33,05 Prozent/39.751) sowie der 46- bis 60-Jährigen (32,16 Prozent/38.688) von Pleiten betroffen. Mit steigendem Alter sinkt das Risiko wieder. So waren 2008 nur 8,8 Prozent aller insolventen Bundesbürger älter als 60 Jahre. Knapp 60 Prozent aller Bundesbürger, die Verbraucherinsolvenz anmelden, sind männlich.
2009 muss nach Einschätzung von Bürgel in Deutschland mit einer Zunahme der Verbraucherinsolvenzen auf mehr als 140.000 Fälle (plus 17 Prozent) gerechnet werden. Diese Prognose basiert unter anderem auf dem Anstieg der Arbeitslosenquote der letzten Monate (November 2008: 7,1 %, Dezember 2008: 7,4 %, Januar 2009: 8,3 %. Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Wirtschaftskrise wird mit Verzögerung auch auf die Privatinsolvenzen durchschlagen.

Frühindikatoren für Verbraucherinsolvenzen sind vor allem die eidesstattliche Versicherung und die Haftanordnung. Auf Gesamtjahressicht waren auch diese 2008 rückläufig. So ging die Häufigkeit der eidesstattlichen Versicherung von 958.895 auf 826.475 zurück (minus 13,9 Prozent) und die Zahl der Haftanordnungen verringerte sich von 538.308 auf 504.674 (minus 6 Prozent). Für 2009 ist allerdings mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen.
„Ein gutes Risikomanagement ist angesichts dieser Entwicklungen besonders wichtig“, sagt Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer von Bürgel. Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund raten die Experten zu konsequenten Bonitätsprüfungen von Kunden, um die eigene Unternehmensliquidität zu sichern.
14.05.2008

Bezahlarten gezielt einsetzen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Der Einsatz von Bonitätsprüfungen trägt dazu bei, Online-Kunden mit der richtigen und für Unternehmen sichersten Bezahlart zu binden und so den Ertrag zu steigern.


Zufriedene Kunden bleiben länger treu und kaufen mehr. Eine Binsenweisheit. Doch gerade im Onlinehandel kommt es darauf an, das Umsatzpotenzial besser auszuschöpfen. Denn der Wettbewerb ist hier nur einen Klick entfernt. Während die meisten Geschäfte im Internet unter Kaufleuten auf Rechnung abgewickelt werden, überwiegt beim Onlinehandel mit Privatkunden die Lieferung per Nachnahme oder per Lastschrift. Internetspezifische oder –angepasste Systeme wie PayPal oder Kreditkartenzahlung mit SSL-Verschlüsselung sind noch in der Minderheit.
Das erhöht für die Verkäufer das Risiko. Zumal 65 Prozent der Bestellungen von Neukunden stammen, mit denen der Händler meist noch keine internen Zahlungserfahrungen hat. Bei B2C-Händlern beträgt die Rate der Zahlungsausfälle daher durchschnittlich 1,7 Prozent. Kommt es bei Privatpersonen zu Zahlungsstörungen, spüren Onlinehändler dies besonders stark, denn bei Geldknappheit stellen Konsumenten die Bezahlung von Raten oder von Online-Bestellungen erfahrungsgemäß als Erstes ein. In der Summe können diese Forderungsausfälle durchaus eine ernsthafte Gefahr für die Liquidität des Online-Händlers sein.

Sicher aber kundenfeindlich
Insbesondere bei Neukunden verlangen Online-Händler daher meist Vorauskasse oder liefern die Waren nur per Nachnahme aus. Diese Systeme werden aber von den Konsumenten oft als kundenunfreundlich empfunden. Wesentlich effektiver ist es, bei jedem Neukunden eine individuelle Bonitätsprüfung zum Zeitpunkt des Bestellvorgangs durchzuführen und gleichzeitig die vom Neukunden angegebene Adresse auf ihre Plausibilität zu prüfen. Ist der Neukunde positiv bewertet, kann ihm sofort die komfortablere Zahlung per Kreditkarte oder per Lastschrift angeboten werden. Dieses Handling bindet den Kunden und steigert damit nachhaltig den Erfolg des Unternehmens.

Kunden richtig einschätzen
Bei der Bonitätsprüfung von Privatpersonen gibt BÜRGEL Wirtschaftsinformationen einen Score nach dem Schulnotenprinzip aus. Dieser gibt eine statistische Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos oder den Grad des Ausfallrisikos aufgrund vorliegender konkreter Zahlungserfahrungen an. In die Bewertung fließen insbesondere sogenannte Negativmerkmale wie Eidesstattliche Versicherungen, Haftanordnungen, Privatinsolvenzen und Inkassoverfahren ein. Anhand des Scorewertes kann das Zahlungsausfallrisiko eines Kunden prognostiziert werden. Die Zahlungserfahrungen sowie der ausgewiesene Score können intern mit weiteren Daten wie beispielsweise der Höhe der Bestellsumme verknüpft werden. Aus den Gesamtinformationen wird dem Neukunden ein Risikograd zugeordnet, anhand dessen schließlich die Bezahlart festgelegt wird.

Auch bei Bestandskunden sollte die Risikoprüfung dem Bestellvorgang, insbesondere aber bei teuren Bestellungen, vorgeschaltet werden, denn auch wenn der Kunde bekannt ist, können hier Risiken bestehen, die sich kalkulieren lassen.

Autorin: Iris Stadie, BÜRGEL Wirtschaftsinformationen
17.04.2008

Hilfe bei geplatzter Lastschrift

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Hilfe bei geplatzter Lastschrift

Die BÜRGEL Adressermittlung zu Bankverbindungsdaten

Der Missbrauch von EC- und Kreditkarten steigt. Für Sie als Händler besonders ärgerlich ist die Bezahlung mit ungedeckten oder gestohlenen Karten ohne PIN-Eingabe. Dann nämlich sind Sie als betroffener Händler nicht durch den Sicherungsfonds der Banken geschützt und müssen sich Ihre Forderung bei dem Karteninhaber zurückholen. Bei Zahlung mit einer gestohlenen Karte hat der Karteninhaber den unberechtigt abgebuchten Betrag bei seiner Bank bereits zurückbuchen lassen. Auch wenn das Konto nicht gedeckt ist und Ihre Lastschrift platzt, müssen Sie sich das Geld für die Ware bei Ihrem Schuldner, dem Karteninhaber, zurückholen.
 
Das Problem: Durch die Bezahlung mit EC- oder Kreditkarte haben Sie nur den Namen, die Kontonummer und die Bankverbindung. Damit Sie sich also überhaupt wegen der offenen Forderungen an den Karteninhaber wenden können, brauchen Sie für Ihr Mahnwesen und weitere Inkassomaßnahmen dessen Adresse.

Diese sogenannte „Adressermittlung zu Bankverbindungsdaten“ ist aufwendig und ggf. teuer. Die meisten Händler wenden sich direkt an die entsprechende Bank. Die Bankanfrage kostet Sie dann in der Regel zwischen 18,00 und 20,00 Euro. Günstig kann die Anfrage nur dann sein, wenn die Bank des Schuldners gleichzeitig Ihre Hausbank ist. In jedem Fall erhalten Sie die Adresse von der Bank erst nach rund vier Wochen. Für jede Anfrage müssen Sie einen Originalbeleg des Kaufvorgangs bei der Bank einreichen. Dadurch entstehen Ihnen zusätzlich 2,00 Euro interne Bearbeitungskosten. Übrigens: Sparkassen bieten den Service der Adressermittlung nicht an.

Mit dem neuen BÜRGEL Produkt Adressermittlung zu Bankverbindungsdaten erhalten Sie die für Ihre Forderungsrealisierung notwendigen Daten schneller und günstiger.
Sie teilen uns den Namen und die Bankdaten Ihres Schuldners mit. Wir liefern Ihnen das Ergebnis Ihrer Anfrage innerhalb von 5 bis 10 Tagen. Sie bezahlen lediglich die Treffer. Unsere Trefferquote beträgt rund 50 Prozent.
Ihr Preisvorteil: Bei bis zu 50.000 Anfragen p. a. zahlen Sie pro Treffer 16,50 Euro. Sie sparen gegenüber der Bankanfrage 3,50 bis 5,50 Euro pro Treffer. Bei 25.000 Treffern pro Jahr beträgt daher Ihre Kostenersparnis zwischen 87.500 Euro und 137.500 Euro!
Die Handhabung gestaltet sich einfach und flexibel: Sie schicken uns ein gängiges Dateiformat mit den Bankleitzahlen und den Kontonummern der zu prüfenden Bestände. Um doppelte Treffer zu vermeiden, sollten diese möglichst um Dubletten bereinigt sein. Wir gleichen die von Ihnen erhaltenen Bankverbindungsdaten mit der BÜRGEL Datenbank ab und ergänzen sie um die aktuellen Adressdaten. Auf Wunsch reichern wir Ihre Daten auch mit den uns vorliegenden harten und weichen Negativmerkmalen an. Auf diese Weise erhalten Sie alle wesentlichen Daten Ihres Debitors.

Besonders geeignet ist die BÜRGEL Adressermittlung zu Bankverbindungsdaten für Händler und Handelsketten mit einem Anfragevolumen ab mindestens 5.000 Anfragen pro Monat.


Dieses oder ein anderes BÜRGEL Inkassoprodukt sind interessant für Sie?

Über die Adressermittlung zu Bankverbindungsdaten oder zu unseren weiteren Inkassodienstleistungen berät Sie Ihr BÜRGEL Büro vor Ort oder Sie wenden sich direkt an die BÜRGEL Zentrale in Hamburg.

  
24.01.2008

BÜRGEL schafft 44 neue Arbeitsplätze in Hamburg

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL schafft neue Arbeitsplätze

Kreditkrise erhöht Bedeutung von Bonitätsinformationen

Hamburg – Das Unternehmen BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co KG ist auch 2007 weiter gewachsen. In der Zentrale des deutschlandweit tätigen Franchise-Unternehmens in Hamburg wurden im vergangenen Jahr 21 neue Arbeitsplätze eingerichtet (plus 13 Prozent). Bereits im Jahr 2006 waren 23 neu geschaffene Stellen hinzugekommen (plus 16 Prozent). Das entspricht einem Zuwachs der Arbeitsplätze innerhalb von zwei Jahren in Hamburg um 31 Prozent von 141 auf aktuell 185 Stellen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wurden vor allem der Vertrieb, der Inkassobereich und die Kundenbetreuung personell aufgestockt.

BÜRGEL zählt damit zu den erfolgreichsten Unternehmen in der Hansestadt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in der Hamburger Zentrale sowie in den eigenen Vertriebsstellen in Deutschland 362 Arbeitnehmer. Zusammen mit den selbstständigen Franchise-Büros arbeiten damit rund 1.000 Mitarbeiter für das Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Wirtschaftsinformationen, Inkasso und Direktmarketing mit rund 77.000 Kunden aller Branchen im In- und Ausland.
„Die aktuelle Kreditkrise sowie prominente Insolvenzen zeigen, wie unerlässlich der Einsatz von Bonitätsinformationen ist, um mögliche Risiken von Kreditvergaben zuverlässig einschätzen zu können und Außenstände zu minimieren“, so Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer von BÜRGEL. Immer mehr mittelständische und auch kleine Betriebe haben in den vergangenen Jahren ihr Kredit- und Forderungsmanagement deutlich ausgebaut und professionalisiert. Um ihre Liquidität zu verbessern, setzen sie vor allem auf die in den Auskünften enthaltenen Informationen zu Zahlungserfahrungen, die Finanzlagedaten sowie den Bonitätsindex.
„Ein Blick in die Auskunft sagt, ob ein Kunde als zuverlässig einzuschätzen ist. Anderenfalls ist es manchmal ratsamer, ein Geschäft nicht abzuschließen, als später auf der offenen Rechnung sitzen zu bleiben“, so Sellin. Auch den Forderungseinzug sowie Mahn- und Inkassomaßnahmen überlassen immer mehr Unternehmen den Profis von Bürgel. Selbst bei guter Auftragslage kann sich kein Unternehmen den Luxus leisten, auf ausstehende Forderungen für Lieferungen oder Leistungen lange zu warten.
 
11.05.2007

Optimierte Risikoeinschätzung von gewerblichen Kunden dank SCHUFA und BÜRGEL

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Optimierte Risikoeinschätzung

von gewerblichen Kunden dank SCHUFA und BÜRGEL

Hamburg/Wiesbaden. Die Auskunftei BÜRGELund die SCHUFA BusinessLine (SBL) erweitern ihre 2006 begonnene Kooperation und eröffnen Unternehmen damit deutlich verbesserte Bonitätsinformationen insbesondere in der oft schwer zu bewertenden Gruppe der Freiberufler und Kleingewerbetreibenden. Die Kooperation ermöglicht eine noch effizientere Kreditrisikobewertung, indem die Daten beider Auskunfteien in einem neuen Score, dem SBL-Score premium, berücksichtigt werden.

Die SCHUFA BusinessLine ist seit 2005 mit einem eigenen SBL-Score auf dem Markt. Dieser „klassische“ SBL-Score wird jetzt im SBL-Score premium durch die Hinzunahme von Daten der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL präzisiert. Der neue SBL-Score premium dient speziell der Kreditrisikobewertung gewerblicher Kreditnehmer, die bisher nur schwer von Kreditgebern eingeschätzt werden konnten.

Kreditgeber reduzieren ihr Risiko
Dank des neuen Produktes der SCHUFA BusinessLine und der BÜRGEL Wirtschaftsinformationen ergeben sich neue Perspektiven. Durch die Kombination des analytischen Finanz- und Scoring-Know-hows der SCHUFA und der erstklassigen Firmendaten-Kompetenz von BÜRGEL kann in einem optimierten Score die Bonität von Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden mit deutlich höherer Trennschärfe ermittelt werden. Somit profitieren beide Seiten davon: Der Kreditgeber minimiert sein Risiko und erreicht ein höheres Marktpotenzial; die Chancen für den Kunden auf einen Kredit erhöhen sich.

Score-Abfrage per Mausklick
Mit dem SBL-Score premium kann der Kreditgeber jederzeit schnell und effizient über das Internet ohne zusätzliche Software mittels gesichertem Passwort den Score seines Kunden abfragen. Auch der aufwendige Vergleich von unterschiedlichen Datenquellen entfällt: „Durch die Betrachtung beider Informationsquellen sowie die Verstärkung der positiven Informationen ist eine signifikante Verbesserung der Trennschärfe zur Beurteilung gewerblicher Kunden gelungen“, so Eckart Gärtner, Leiter Sales & Customer Relations bei der SCHUFA BusinessLine.


SCHUFA BusinessLine

Die SCHUFA BusinessLine liefert hochwertige Produkte zur Einschätzung gewerblicher Kreditnehmer und eröffnet neue Perspektiven für das Geschäft mit gewerblichen Kunden. Sie liefert Banken Informationen zur optimierten Einschätzung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen und ermöglicht Händlern, mehr Kunden Produkte schnell und unkompliziert auf Rechnung zu liefern. Die SCHUFA BusinessLine unterstützt schnelle und effiziente Kreditentscheidungen und ermöglicht einfaches und unkompliziertes unternehmerisches Handeln.

BÜRGEL Wirtschaftsinformation GmbH & Co. KG

BÜRGEL zählt europaweit zu den führenden Anbietern von Wirtschaftsinformationen und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Dienstleister für das gesamte Spektrum des Risikomanagements. Die BÜRGEL Datenbank enthält aktuelle qualifizierte Wirtschaftsdaten zu über 3,5 Millionen Unternehmen sowie 37 Millionen Privatpersonen in Deutschland. Informationen zu Unternehmen im Ausland vermittelt Bürgel über europäische Eurogate-Partner und weltweit tätige Korrespondenten.


02.02.2007

Sichere Adressen leisten mehr

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

39 Millionen Mal Bonitätsinformationen von BÜRGEL
via Addressfactory Direct (Deutsche Post)

Hamburg/Bonn - Seit dem 1. Februar 2007 stehen den Kunden von Deutsche Post Direkt GmbH Bonitätsinformationen des Top-Anbieters BÜRGEL Wirtschaftsinformationen zur Verfügung. So kann mit Adressfactory Direct gleich online per Einzelabgleich das Zahlungsausfallrisiko von über 39 Mio. Privatpersonen in Deutschland eingeschätzt werden.

Über eine direkte Schnittstelle zwischen Deutsche Post Direkt und BÜRGEL erhält jede eingelieferte Adresse sekundenschnell einen Scorewert zwischen 1,0 und 6,0. Der BÜRGEL ConsumerScore stützt sich auf zahlungsrelevante Erfahrungswerte aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen und Informationen aus öffentlichen Quellen. Schon während des Verkaufvorgangs erhält das Unternehmen eine Einstufung des Kunden per Scorewert: „Der BÜRGEL Score ist die sichere Entscheidungshilfe für E-Commerce-Anwendungen, Payment-Anbieter und Unternehmen mit hohem Aufkommen an Consumer-Kontakten, um das Zahlungsausfallrisiko von Privatpersonen im Vorfeld einer Auftragsannahme oder Warenlieferung sekundenschnell einschätzen zu können“, so Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der BÜRGEL Wirtschaftsinformationen.
09.01.2007

Bonitätsprüfung sichert Internetgeschäfte

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

ConsumerScore für Konsumenten und Bonitätsindex für Unternehmen:
Automatisierte Bonitätsprüfung sichert Internetgeschäfte

Einkaufen ohne nervige Parkplatzsuche und Kaufhausgedränge – immer mehr Konsumenten, aber auch Firmen in Deutschland ordern Waren bequem im Internet. Das Online-Geschäft ist für die Versand- bzw. Handelshäuser wie auch den klassischen Einzelhandel zum bedeutenden zusätzlichen Vertriebskanal geworden. Der gesamte Online-Handel weist stetige Wachstumsraten auf. 2007 werden hier nach Einschätzung des Branchenverbandes HDE voraussichtlich 18,3 Milliarden € umgesetzt, 12 Prozent mehr als 2006. Deutschland nimmt damit einen Spitzenplatz unter den E-Commerce-Nationen ein. Rund 90 Prozent aller E-Commerce-Umsätze stammen aus dem Online-Handel mit Geschäftskunden. Viele Großhändler, aber auch Nischenanbieter nutzen diesen Trend und bieten ihr Sortiment oder Teile davon zur Onlinebestellung an.

Während für den privaten Konsumenten alle Register des Onlineverkaufs gezogen werden, mangelt es daran im Geschäftskunden-Handel noch häufig, so der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Nur 58 Prozent der Geschäftskunden finden auf den Internetplattformen die Ware, die sie suchen.
Das Onlinegeschäft ist ertragreich, aber auch besonders risikobehaftet. Der private oder geschäftliche Neukunde ist anonym, entsprechend oft bleiben Zahlungen vorläufig oder ganz aus. Und auch ein bekannter Kunde kann in Zahlungsnot geraten. Hinter der gesunkenen Zahlungsmoral stehen nicht selten Liquiditätsprobleme der Besteller oder deren Zahlungsunfähigkeit. Mit rund 800.000 eidesstattlichen Versicherungen, Haftanordnungen und Insolvenzen waren deutsche Haushalte, Selbstständige und Gewerbebetriebe im ersten Halbjahr 2006 belastet. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten von BÜRGEL und Euler Hermes nur leichte Rückgänge. 

Vor diesem Hintergrund ist für Online-Händler die schnell verfügbare und problemlose Überprüfung der Kundenbonität im Vorfeld jeder Auftragsannahme oder Warenlieferung von entscheidender Bedeutung, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Dazu bedarf es eines effizienten und leistungsfähigen Risikomanagements, das auf aussagekräftigen Informationen über Bestands- und Potenzialkunden basiert. Ein hierfür geeignetes Instrument stellen der sogenannte ConsumerScore für Konsumenten und der Bonitätsindex für Unternehmen dar. Wirtschaftsauskunfteien ermöglichen damit eine zuverlässige Prognose von Ausfallsrisiken. In die automatisierte Berechnung dieser Werte fließen Negativmerkmale wie Haftanordnungen, eidesstattliche Versicherungen, Insolvenzverfahren, titulierte Forderungen und Inkassoverfahren ein. Daneben stellen einigen Wirtschaftsauskunfteien positive und negative Zahlungserfahrungen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zur Verfügung, die ebenfalls in die Zuordnung eines Scorewert bzw. des Bonitätsindex einfließen. Auf diese Informationen können Onlinehändler in der Regel über eine sichere Schnittstelle zugreifen, die die direkte Integration dieser Daten in den internen Entscheidungs-Workflow ermöglicht. Bei nachweislich positiv zu bewertenden Endkunden können die in Deutschland beliebten, kundenfreundlichen Zahlmethoden wie Rechnungskauf und Lastschriftverfahren angeboten werden. Anhand der professionell recherchierten Wirtschaftsdaten kann ein Unternehmen innerhalb kürzester Zeit und auf einen Blick erkennen, ob ein privater oder ein gewerblicher Kunde in der Lage ist, seine Zahlungsabsicht zu verwirklichen.
Von Unternehmensseite werden häufiger höherwertige Waren online gekauft als von Konsumenten. Speziell zur Minimierung der Risiken, die ein gemischtes Kundenportfolio im Internet-Massengeschäft birgt, entwickelte BÜRGEL ein Informationsprodukt, über das Kunden gleichzeitig auf die Personen- wie auf die Unternehmensdatenbank des Unternehmens zu greifen. Schließlich, so prognostiziert der BVDW, birgt der deutsche Onlinehandel ein Potenzial von insgesamt mindestens 100 Milliarden €.

Der Artikel ist erschienen im Handelsblatt News am Abend IKB Edition am 9. Januar 2007
07.01.2007

Strategisch bestens aufgestellt - Interview mit Dr. Norbert Sellin in Credit Manager 4/2006

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

Strategisch bestens aufgestellt

Interview mit Dr. Norbert Sellin in Credit Manager 4/2006

Auf professioneller Welle Strategisch bestens aufgestellt.

Die Anforderungen der deutschen Wirtschaft an die Instrumente im Kreditmanagement steigen. Wohin entwickelt sich der Markt? Welche Trends sind schon heute erkennbar? Wie begegnet BÜRGEL Wirtschaftsinformationen, einer der führenden Anbieter im B2B- und im B2C-Markt, den Herausforderungen? Wir sprachen mit Dr. Norbert Sellin, der das Unternehmen seit Juli 2006 als Geschäftsführer gemeinsam mit Rolf Pries leitet.

Das ganze Interview lesen Sie im anhängenden pdf.







 
09.02.2006

BÜRGEL kooperiert mit SCHUFA BusinessLine

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL kooperiert mit

SCHUFA BusinessLine

SCHUFA Vollauskünfte und Nachmeldungen – powered by BÜRGEL.

Hamburg – Ab sofort erhalten Kunden der SCHUFA BusinessLine detaillierte Firmeninformationen direkt aus der BÜRGEL Datenbank. Mit der B2B-Vollauskunft der BusinessLine starten die BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Schufa Businessline, Wiesbaden, eine neue Kooperation. „Wir schließen damit eine Produktlücke, die den Markterfordernissen entspricht, und bieten Kunden die Synergie zweier Qualitätsfaktoren im deutschen Auskunfteimarkt – das Wissen von BÜRGEL im Firmendatenbereich und das Know-how der SCHUFA im Finanzsektor“, so Rolf Pries, Geschäftsführer von BÜRGEL.

Die SCHUFA Vollauskunft – powered by BÜRGEL – bietet damit eine sichere Basis für die Kreditgewährung im B2B-Geschäft. Spezielle Leistungsmerkmale sind vor allem der schnelle Onlinezugriff und die Aktualität. Die Vollauskunft der Kooperation umfasst neben Kommunikations- und Rechtsformdaten, Informationen zu Beteiligungen, wie beispielsweise Anteilshöhe, Geschäftsgegenstand und Branche des Unternehmens, auch Daten zur Finanzlage und Bonität sowie Zahlungserfahrungen, Negativmerkmale und anhängige Inkassoverfahren. Darüber hinaus enthalten sind Informationen zu den wichtigsten Geschäftszahlen wie Umsatz und Stammkapital. Um die Ausfallwahrscheinlichkeit von gewerblichen Kreditnehmern innerhalb der nächsten 12 Monate besser einschätzen zu können, sind diese Daten in dem BÜRGEL Bonitätsindex zwischen 1,0 und 6,0 abgebildet. Über einen extra zu abonnierenden Nachmeldeservice erhalten Kunden der SCHUFA BusinessLine ein Jahr lang Nachrichten über wesentliche Änderungen bereits abgerufener Vollauskünfte.
„Die Zusammenarbeit wird sich in der Zukunft noch intensivieren“, betont Johan Zevenhuizen, Geschäftsführer von BÜRGEL. „Weitere Projekte sind bereits in der Planung.“ Gemeinsames Ziel ist es, Kunden noch umfangreichere und effektivere Risikomanagement-Instrumente anzubieten, die die Prognose der Ausfallwahrscheinlichkeit weiter verbessern werden.

BÜRGEL Wirtschaftsinformation GmbH & Co. KG
BÜRGEL zählt europaweit zu den führenden Anbietern von Wirtschaftsinformationen und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Dienstleister für das gesamte Spektrum des Risikomanagements. Die BÜRGEL Datenbank enthält aktuelle qualifizierte Wirtschaftsdaten zu mehr als 3,6 Millionen Unternehmen sowie 36 Millionen Privatpersonen in Deutschland. Informationen zu Unternehmen im Ausland vermittelt Bürgel über europäische Eurogate-Partner und weltweit tätige Korrespondenten.


SCHUFA BusinessLine
Als strategisches Geschäftsfeld der SCHUFA Holding AG mit Informationen über 62 Millionen natürliche Personen bietet die SCHUFA BusinessLine hochwertige Produkte zur Einschätzung gewerblicher Kreditnehmer. Durch jahrelange Erfahrung der SCHUFA in der analytischen Verarbeitung großer Datenmengen bietet die SCHUFA BusinessLine treffsichere Risikoprognosen auf Basis einzigartiger Informationen und unterstützt Unternehmen somit bei der Optimierung ihres Risikomanagements.
17.01.2006

BÜRGEL schafft 26 neue Arbeitsplätze in Hamburg - Umsatzplus von acht Prozent

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenPDFE-Mail

BÜRGEL schafft 26 neue

Arbeitsplätze in Hamburg - Umsatzplus von acht Prozent

Hamburg – Das Unternehmen BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co KG ist auch 2005 weiter gewachsen und konnte seinen Umsatz deutlich steigern. In der Hamburger Zentrale des Franchise-Unternehmens wurden im vergangenen Jahr elf neue Arbeitsplätze geschaffen. In 2006 sollen weitere 15 Mitarbeiter eingestellt werden. Das entspricht einem Stellenzuwachs innerhalb von zwei Jahren um 14 Prozent. Auch räumlich steht daher eine Erweiterung am Hamburger Standort bevor. Der Dienstleister für Risikomanagement baut insbesondere den Vertriebs-, den Marketing- und den IT-Bereich sowie das Forderungsmanagement aus. 160 Mitarbeiter arbeiten derzeit allein in der BÜRGEL Zentrale in Hamburg. Die Zentrale und ihre direkten Tochtergesellschaften beschäftigen deutschlandweit 300 Mitarbeiter. 

Die insgesamt 60 Büros mit 1000 Mitarbeiterin in Deutschland betreuen rund 60.000 Kunden aller Branchen in den drei Kompetenzfeldern Direktmarketing-, Kredit- und Forderungsmanagement. Darunter sind auch Unternehmen mit internationalen Kundenkontakten, die über ein weltweites Partnernetz mit Wirtschaftsinformationen aus aller Welt beliefert werden.

Der Erfolg des Unternehmens spiegelt sich in einem Umsatzplus in 2005 gegenüber 2004 von acht Prozent wieder. Deutlich angezogen hat dabei der B2C-Bereich mit Kreditinformationen über Privatpersonen. Hier kletterten die Umsatzzahlen von 2004 auf 2005 um 25 Prozent. Im übrigen Bereich des Kreditmanagements wurde in 2005 ein Plus von rund sieben Prozent erzielt. Den Umsatz im Bereich Forderungsmanagement konnte BÜRGEL im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln.

„Vor dem Hintergrund hoher Insolvenzzahlen und schwacher Zahlungsmoral wächst die Bedeutung des Einsatzes von Risikomanagement-Tools in jeder Phase der Kundenbeziehung“, so Johan Zevenhuizen, Geschäftsführer von BÜRGEL. Vor allem mittelständische Betriebe beginnen, ihr Risikomanagement aufzubauen und zu professionalisieren. Dies gilt vor allem für die Unternehmensbereiche Vertrieb und Controlling, in denen die Bemessung der Ausfallwahrscheinlichkeit eine wichtige strategische Rolle einnimmt.

Das Forderungsmanagement überlassen immer mehr Unternehmen den externen Profis. „In den Archiven von Firmen schlummern jede Menge Forderungen und Titel gegen säumige Schuldner“, so Zevenhuizen. 30 bis 50 Prozent beträgt die Erfolgsquote allein in der Inkasso-Titelüberwachung. Damit fließt den Unternehmen bares Geld zu, das diese in der Regel längst abgeschrieben haben.

Kontakt

Bürgel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@buergel.de

BÜRGEL auf Twitter

BuergelHamburg

BÜRGEL auf Facebook

Bürgel Wirtschaftsinformationen